Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Matschpiste

Wanderweg bei Rinteln im Argen Matschpiste

Gummistiefel oder zumindest wetterfestes Schuhwerk sollte anziehen, wer am Wochenende dem beliebten Wanderweg vom Waldkater zum Klippenturm folgen möchte, denn dieser gleicht derzeit einer Matschpiste.

Voriger Artikel
Pflegebedürftige im Visier von Betrügern
Nächster Artikel
FDP will wieder angreifen

 Schwere Forstmaschinen und Fahrzeuge von Holzfällern haben den nicht nur bei Rintelnern beliebten Wanderweg hinauf zum Ausflugsziel Klippenturm in eine Matschpiste verwandelt.

Quelle: jan

Rinteln. Schade, ärgerlich und unverständlich finden das Spaziergänger, die den Vorfrühling in diesen Tagen oben im Wald suchen. Ja, „ein bisschen unglücklich“ sei es schon, gibt Holger Puls zu. Was der Revierleiter meint, ist aber nicht die Tatsache, dass die schweren Arbeitsfahrzeuge beim Holzeinschlag tiefe Spuren hinterlassen haben, sondern der Umstand, dass der Wanderweg direkt auf dem Arbeitsweg des Fortsamts Oldendorf verläuft.

 „Den Rückeweg hat man irgendwann einmal als Wanderweg ausgewiesen“, sagt Puls, fügt aber gleich hinzu, das sei schon deswegen nicht weiter schlimm, weil die Holzfäller ja nicht allzu oft hierher kommen. „So ein Holzeinschlag wie dieser findet alle zehn bis 15 Jahre statt.“ Und Dirk Meyer, Verwaltungsdezernent beim Forstamt Oldendorf, verspricht am Telefon: „Das wird alles wieder hergerichtet.“

 Revierleiter Puls, der die Spaziergänger um Verständnis für die Situation bittet, erläutert auch gleich, warum bisher noch nicht richtig aufgeräumt wurde: „Der Februar war viel zu nass, und auch in diesen Tagen ist der Boden längst noch nicht trocken genug, um den Weg wieder fertigzumachen.“ Sobald es trocken genug sei, werde man den Wanderweg glatt ziehen. „Der Bagger steht schon Gewehr bei Fuß.“

 Zudem soll dann in einem Arbeitsgang gleich auch für eine „vernünftige Wasserführung“ gesorgt werden. Dazu wird der Bagger Querrinnen in den Weg ziehen, sodass vom Berg herabfließendes Wasser nicht erneut zur Bildung einer Matschpiste führt.

 Die rund 400 Festmeter Buchen- und Eichenholz, die in den zurückliegenden Wochen zwischen Waldkater und Klippenturm geschlagen wurden, sind zumindest schon mal von den Wegen runter und nach Auskunft von Puls auch bereits verkauft. „Das Buchenholz geht nach Asien, ich schätze für die Möbelherstellung.“ Das Eichenholz wird zu Sägeholz.

 Und der Wanderweg? Der könnte bis Ostern wieder begehbar sein, hofft Puls. „Ich bin zuversichtlich, dass das klappen wird.“  jan

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg