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Medizinische Erweiterung auf Raten

Rinteln / Kreiskrankenhaus Medizinische Erweiterung auf Raten

Rinteln. Die angekündigte Erweiterung des medizinischen Angebots am Krankenhaus in Rinteln lässt vorerst weiter auf sich warten. Frühestens ab Dezember werde es Klarheit darüber geben, ob am Standort Rinteln eine Abteilung für Neurologie eingerichtet werden kann, sagte Klinikum-Geschäftsführer Ralph Freiherr von Follenius auf Anfrage unserer Zeitung.

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Von Lars Lindhorst. Klar ist unterdessen: Die Inbetriebnahme eines neuen – und medizinisch wegweisenden – elektrophysiologischen Labors im Rintelner Krankenhaus ist ganz und gar verworfen worden.

 Schon vor gut einem Jahr hatte von Follenius die Erweiterung des medizinischen Angebots in Rinteln – auch mit Blick auf die Auslastung des neuen Gesamtklinikums – bei einer Sitzung des Krankenhaus-Fördervereins als notwendig beschrieben, nannte jedoch keinen genauen Zeitpunkt für die Etablierung neuer Abteilungen. Dieter Hanke, Vorsitzender des Rintelner Fördervereins, hatte deshalb auch bei der jüngsten Sitzung im September „eigentlich schon erwartet, dass über den aktuellsten Stand der Entwicklungen in Rinteln berichtet“ wird.

 Adressat von Hankes Erwartung war Geschäftsführer von Follenius, der allerdings aus terminlichen Gründen die Teilnahme an der Versammlung kurzfristig absagen musste.

 Nun erklärte der Klinikum-Geschäftsführer, dass Einrichtungen neuer medizinischer Abteilungen durch den Krankenhausplanungsausschuss des Landes Niedersachsen genehmigungspflichtig seien. Dieser tage zwar erst wieder Ende des Jahres, aber dennoch sei man „auf einem guten Weg“, was die Neurologie in Rinteln betrifft.

 Die Elektrophysiologie hingegen, mit der Herzkatheter-Untersuchungen zu den Ursachen von Herzrhythmusstörungen gemacht werden können, kommt für Rinteln nicht mehr in Betracht. Grund dafür laut von Follenius: der Widerstand der Krankenkassen.

 Denn im Rahmen ihrer Leitlinienkataloge müssten elektrophysiologische Untersuchungen dort angesiedelt sein, wo es auch ein Herzkatheter-Labor gibt. Das hat Rinteln jedenfalls nicht.

 Gleichwohl sei die Elektrophysiologie als Leistung für das neue Gesamtklinikum fest eingeplant, sagt von Follenius.

 Unklar ist derzeit, ob diese Untersuchung bis zur Inbetriebnahme des Neubaus zwischenzeitlich im Krankenhaus in Stadthagen angeboten werden kann oder dann erst im Gesamtklinikum ab Mitte 2016. „Das überlegen wir noch.“

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