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Mehr Erfolg für Saft und Kosmetik

Berufsschüler entwickeln Marketingkonzept Mehr Erfolg für Saft und Kosmetik

Der Fruchtsafthersteller riha-Wesergold stemmt sich gegen den Trend zu immer weniger Fruchtsaftkonsum. Vor allem das traditionelle ausgiebige Frühstück mit Saft bricht in immer hektischeren Zeiten als Nachfrageträger zunehmend weg.

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Mit neuem Logo und schlichter Verpackung bei Facebook werben, das rät diese Gruppe der Firma Wesergold.

Quelle: dil

Rinteln. Und die Altersgruppe unter 30 Jahren findet Mineralwasser, Coca Cola und Mischgetränke cooler als Vitamine aus der Flasche oder dem Tetrapak. Wie kommt man also an junge Leute ran?

 Die Berufsbildenden Schulen (BBS) in Rinteln bieten Hilfe: aus der Zielgruppe für die Zielgruppe, Marketingkonzepte, die riha-Geschäftsführer Werner Gerdes gerne aufgreifen will. „Wir laden die Schüler demnächst zu uns ein, alles noch mal zu präsentieren. Einige sind ohnehin Auszubildende bei uns.“

 Im BBS-Standort Kreishandelslehranstalt stellten angehende Industriekaufleute im 3. Ausbildungsjahr vor, wie sie selbstständig Aufgaben für Unternehmensstrategien und -projekte umsetzen. Die zwei Klassen hatten sich in vier Teams aufgeteilt, jeweils zwei für denselben Auftrag – zum einen für riha-Wesergold, zum anderen für den Kosmetikhersteller Lavera aus Wennigsen. Das Projekt wurde initiiert und begleitet von den Fachkräften Bettina Kallmeyer und Sabine Struckmeier. Zur Präsentation waren die Schulleitung, Martin Wrede von der Industrie- und Handelskammer sowie Vertreter der beiden auftraggebenden Firmen gekommen.

 2000 Mitarbeiter bei riha-Wesergold, etwa 600 Millionen Euro Umsatz auf einem Weltmarkt von 38,9 Milliarden Litern im Jahr, das hörte sich bei einer der Gruppen beeindruckend an. Eine Umfrage ergab jedoch, dass nur bei Älteren Fruchtsaft noch unter den vier am häufigsten konsumierten Erfrischungsgetränken ist. Die Schüler verwiesen darauf, dass junge Leute drei Stunden täglich im Internet surfen, dabei am ehesten Mineralwasser oder Coca Cola trinken. Sie empfahlen dem Unternehmen: Mehr bei Facebook werben, wo aus der Zielgruppe unter 30 Jahre über 90 Prozent angemeldet seien. Dazu ein neues Logo, einfarbige Verpackungen mit Worten wie „Love“ als Produktname. Die Facebook-Seite müsse zu Kommunikation einladen, dürfe nicht belehrend sein. Eine App hilft bei der Kommunikation. Auch ein Onlineportal „Einfach clever essen“ wurde angeregt. Damit könne sich die Firma an Bildungsprojekten beteiligen.

 Um mehr Attraktivität bei Ausbildungsbewerbern ging es auch der Firma Lavera (360 Mitarbeiter). Als Kunden und Bewerber will das Unternehmen vor allem mehr Männer gewinnen. Aufgabe war es deshalb, für die Ideen-Expo in Hannover einen Messestand zu entwickeln, der den Absatz ankurbelt und Lavera als Arbeitgeber bekannter und attraktiver macht.

 „Weg von der Leitfarbe rosa, das geht für Männer gar nicht, hin zu einem geschlechtsneutralen Grün“, empfahl die erste Schülergruppe. Damit der Stand angesteuert wird, muss er auffallen. Ein firmeneigener Heißluftballon mit 2,50 Meter Durchmesser soll deshalb in drei Meter Höhe über dem Stand schweben. dil

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