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Mehr Komfort am Doktorsee

Neuer Empfangbereich der Seesauna Mehr Komfort am Doktorsee

Die EU-Bindung des Wohnmobilstellplatzes an der Dankerser Straßein Rinteln läuft zum Jahresende aus. Dass dieser Stellplatz mit EU-Geld angelegt worden ist, hat bisher verhindert, dass die Stadt Gebühren von den Wohnmobilisten hat erheben können.

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Josefine Deppe  zeigt den neu gestalteten Empfangsbereich der Seesauna.

Quelle: wm

Rinteln. Das ist jetzt ab dem nächsten Jahr möglich. Doktorseegeschäftsführer Uwe Deppe könnte also zufrieden sein, dass der unfaire Wettbewerb beendet wird. Ist er aber nicht. Denn er hält das jetzt im Verwaltungsausschuss vorgeschlagene Modell für praxisfremd. Die Idee ist nämlich, nicht Stellplatzgebühren zu erheben, sondern stattdessen die Gebühren für Strom, Wasser und Abwasser zu erhöhen.

Deppe sagt, die meisten Wohnmobilisten könnten diese Gebührenerhöhung problemlos umgehen: „Ein modernes Wohnmobil kann eine Woche stehen, ohne diesen Service in Anspruch zu nehmen.“ Wohnmobile haben genug Frischwasser im Tank, viele sogar eine Solaranlage an Bord. Hier hinke das Konzept der technischen Entwicklung bei den Wohnmobilen hinterher. Deppe hat hochgerechnet: „Bei Stellplatzgebühren von täglich sechs bis acht Euro wären wir konkurrenzfähig, weil in unseren Preisen von zehn bis zwölf Euro Wasser, Abwasser und Strom enthalten sind.“ Immerhin: Eine endgültige Entscheidung über die Bewirtschaftung des Wohnmobilstellplatzes an der Dankerser Straße ist noch nicht gefallen.

Die Doktorsee GmbH hat in mehr Komfort auf den Stellplätzen für Feriengäste investiert. So sind bereits 15 Stellplätze mit Versorgungssäulen für Frischwasser, Abwasser und Strom ausgerüstet worden, dazu einem Anschluss für Satelliten-TV. Notwendig, so Deppe, weil die Bäume, die man ja grundsätzlich wünscht, weil sie Schatten spenden, auf der anderen Seite den TV-Empfang stören. Deshalb hat der Doktorsee jetzt eine zentrale Satellitenschüssel und an den Stellplätzen Anschlüsse. Weitere 54 Stellplätze sollen mit den neuen Säulen ausgerüstet werden.

Der (fast) abgelaufenen Saison 2015 erteilt Deppe die Note befriedigend. Was gefehlt habe, „war eine Periode dauerhaft guten Sommerwetters“. Tiefpunkt war dann das Orkantief „Zeljko“ das ausgerechnet während der großen Sommerveranstaltung „Doktorsee in Flammen“ über Niedersachsen tobte. Es war das erste Mal in den vergangenen 50 Jahren, dass das Feuerwerk abgesagt werden musste und die Musikbühnen geschlossen worden sind. „Wir haben alles richtig gemacht“, sagt Deppe noch heute. Nicht auszudenken, es wäre an dem Sonnabend etwas passiert, jemand verunglückt. „Wir wollten nicht Duisburg wiederholen, keine Schlagzeile in der Bild-Zeitung“. Es war an diesem Juli-Wochenende ohnehin die Fortsetzung einer Pechsträhne: Kurz vor der Veranstaltung hatte sich Sänger Michael Wendler die Hand gebrochen.

Die Saunalandschaft „SeeSa“ habe sich inzwischen etabliert. Deppe: „Wir sind mit den Besucherzahlen zufrieden.“ In diesem Jahr ist dort weiter investiert und der Empfangsbereich neu gestaltet worden. Außerdem gab es besondere Events, so Sauna mit Frühstücksbüfett und eine lange Saunanacht. Das soll auch im neuen Jahr angeboten werden.

Selbst Deppe, der im Sommer eine Kleinstadt am See managt und den kaum noch etwas überraschen kann, hatte mit dem Ansturm von Besuchern beim Oldtimertreffen in der letzten Juli-Woche nicht gerechnet. Rund 1000 Oldtimer habe man erwartet, 1200 sind gekommen. Jetzt werde man das Konzept des Zwei-Tage-Events noch einmal verändern: „Man lernt ja immer dazu.“ Die Fläche soll allerdings nicht erweitert werden. „Wir wollen den familiären Charakter des Treffens erhalten.“

Und Deppe hat weitere Pläne für 2016: Ein neues Sanitätshaus soll gebaut werden und die Ferienhaussiedlung um zwei Häuser erweitert werden. Außerdem will er als Ergänzung vier Mietwohnwagen anbieten. wm

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