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Mehr Offenheit in alten Mauern

Kloster Möllenbeck Mehr Offenheit in alten Mauern

Das Kloster Möllenbeck müsste sich eigentlich nicht um die Gegenwart kümmern. Es wurde mehrfach durch Brände zerstört, hat die Reformation, mehrere Kriege und Entweihung überstanden und hat weit mehr als 1000 Jahre auf dem Buckel. Da wird es die Gegenwart auch noch überstehen.

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Die neue Besucherpforte (oben) ist fast fertig. Pastorin Ute Schulz (vorne) und Gudrun Strate freuen sich auf den Auftakt der neuen Saison. Auch soll das Kloster ein kleines Museum bekommen. Ausstellungsstücke dafür gäbe es genügend, wie bereits jetzt bei Führungen zu sehen ist.

MÖLLENBECK. Das Team des Klosters aber, das kümmert sich um das Fortbestehen dieses Denkmals – und hat viele Pläne für die neue Saison.
Seit Frühsommer wird der frühere Konfirmandenraum umgebaut: Dort ist eine Besucherpforte entstanden, ein Raum als Anlaufpunkt für Touristen. Er ist nicht zu übersehen, befindet er sich doch gleich vorne am Eingang des Klosters.
Der Raum wurde umgebaut, ist jetzt hell und freundlich und hat neue Möbel bekommen – alles, um es den Besuchern und Mitarbeitern einfacher zu machen. Dort sind die Verwaltung des Gemeindebüros und die des Jugendfreizeitheims untergebracht.
Das Problem bislang war, dass Touristen keine festen Zeiten vorfanden, um das Kloster zu besichtigen. Zwar ist die Anlage frei zugänglich, und am Wochenende kann auch die Kirche besichtigt werden. Regelmäßig werden außerdem Führungen angeboten. Aber für spontan entschlossene Touristen oder jene, die nicht in großen Gruppen kamen, konnte es schwierig sein, die Anlage zu besichtigen.
Denn die wichtigsten Besucher sind die des Jugendfreizeitheims. „Die sichern die Zukunft des Klosters“, erzählt Gudrun Strate, die sich unter anderem um die Belegung kümmert. Die Besucher nutzen große Teile der Anlage wie beispielsweise den Kreuzgang. Diese Teile wiederum sind dann für andere Touristen nicht zugänglich. Vor allem Rad- und Wandertouristen finden ihren Weg zum Kloster.

Etwa 12 000 Übernachtungen in diesem Jahr

In diesem Jahr kamen 65 Gruppen, die es insgesamt auf etwa 12 000 Übernachtungen gebracht haben, so Strate. 110 Betten gibt es für die Besucher. Manche kommen schon seit 30 Jahren nach Möllenbeck. Die Fachschaften von Universitäten aus Essen und Bielefeld beispielsweise kommen genauso wie kirchliche Gruppen.
Der Wunsch ist, das Kloster touristisch mehr aufzuwerten, auch durch die bessere Ausstattung des Museumsraums. Dort sollen mal ein altes Uhrwerk, alte Orgelpfeifen, eine antike Truhe, restaurierte Wandgemälde sowie der Spieltisch der Orgel ausgestellt sein, erzählen Strate und Pastorin Ute Schulz.
Wünschenswert sei außerdem, das jetzige Kaminzimmer anders zu nutzen. Es ist noch möbliert wie in den siebziger Jahren und wird momentan nur selten benutzt.
„Dabei ist das ein wunderschöner Raum mit viel Potenzial“, erzählt Strate. Er beherbergt Stücke, die ins Museum kommen sollen, wie etwa eine Kopie der Gründungsurkunde des Klosters, ein Modell der Anlage und alte Bibeln. Der Wille sei da – doch das Geld fehle derzeit noch.

Raum war einsturzgefährdet

Was bereits umgebaut wurde, ist ein Raum unter dem Dachstuhl des Klosters, direkt neben dem Blasebalg der Orgel. Dort wird später der Archivraum entstehen, in dem historische Dokumente in einem klimatisierten Raum lagern können.
„Der Raum war vorher einsturzgefährdet“, erzählt Pastorin Schulz. Jetzt sind Boden und Wände restauriert und hell. Die Umbauarbeiten nützen also nicht nur den Besuchern, sondern auch dem Kloster selbst.
Ausgebucht ist das Kloster vor allem am Wochenende – fürs kommende Jahr gibt es bereits kein freies mehr. Nur unter der Woche könnte die Belegung teilweise besser aussehen: „Da fehlen die Schulklassen“, sagt Gudrun Strate.
Die neue Saison beginnt rund um Ostern wieder. mld

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