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Mehr Qualität für noch mehr Geld

Rinteln / Kinderbetreuung Mehr Qualität für noch mehr Geld

Die Qualität der Betreuung in den Kindertagesstätten soll weiter steigen, um diese attraktiv für junge Familien zu halten. Darin sind sich die Mitglieder des Ausschusses für Soziales, Jugend, Frauen und Integration noch einig.

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Von Dietrich Lange. Aber ob man dazu eine neue Koordinatorenstelle braucht, da gehen die Meinungen auseinander. SPD, Grüne und WGS setzten sich mit 6:3 Stimmen durch – mit der Empfehlung an den Rat, diese Stelle zu besetzen.

 Rinteln, Hessisch Oldendorf und die Gemeinde Auetal arbeiten in einem interkommunalen Trägerverbund zusammen und sind Träger von derzeit 24 Kinderbetreuungseinrichtungen: neun in Rinteln (24 Gruppen), drei im Auetal (zehn Gruppen) und zwölf in Hessisch Oldendorf (22 Gruppen). Im November 2011 wurde eine Qualitätsoffensive gestartet, um die Kitas zukunftsfähig zu machen. Wissenschaftlich begleitet wurde dies vom Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung (Nifbe e.V.), die Beratungsphase läuft jetzt aus. Bestandsaufnahme und Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit waren die Aufgaben. Dies soll zu einer Qualitätssicherung mit eigenen Bordmitteln führen, ohne viel Geld für eine Zertifizierung auszugeben.

 Qualitätsmanagement heißt das Zauberwort, und dafür braucht es laut Stadtverwaltung eine Führungskraft als Koordinator. Mareen Fennert vom Familienzentrum präzisierte: „Möglichst ein Sozialarbeiter – und es geht um 30 Wochenstunden für zwei Jahre, das reicht für 24 Kitas kaum aus.“ Immerhin 35500 Euro würde die Stelle kosten, anteilmäßig verteilt auf die drei Kommunen – vermutlich nach Anzahl der Betreuungsgruppen. Auf Rinteln entfielen voraussichtlich 15214 Euro jährlich. Bisher hätten die Kita-Leitungen nur jeweils einen Fragebogen mit Antworten. Der Koordinator solle bei der Auswertung helfen und eine nachhaltige Umsetzung der Ideen sicherstellen.

 Astrid Teigeler-Tegtmeier von der SPD fand diesen Schritt sinnvoll, denn in das Projekt seien schon viel Arbeit und Geld hineingesteckt worden. Antje Rinne (WGS) sah die Stadt in der Pflicht, weiterzumachen und die Qualität in den Kitas hochzuhalten. Udo Schobeß (CDU) beklagte jedoch unnötige „Postenschafferei“, meinte, die 35500 Euro solle man lieber in die Kitas investieren. Nina Weißer (Grüne) sprach sich für eine Weiterentwicklung des gestarteten Verbesserungsprozesses aus, auch, um das engagierte Kita-Personal jetzt nicht auf halbem Wege zu frustrieren.

 Doch Schobeß vermutete schon eine neue Stelle für einen Nifbe-Mitarbeiter. Fennert wies dies energisch zurück.

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