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Mehr Schilder und Kontrollen gefordert

Auf Schleichweg Mehr Schilder und Kontrollen gefordert

Die Straße Auf der Bünte in Rinteln ist in Richtung Einkaufszentrum Große Tonkuhle immer noch ein beliebter Schleichweg. Früher versperrten drei Poller die Durchfahrt, doch zugunsten eines Getränkemarktes wurde im vergangenen Jahr der mittlere Poller entfernt und die Zufahrt von Nord nach Süd erlaubt.

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Von Süden kommt gerade wieder ein Falschfahrer in Richtung Durchfahrt zur Großen Tonkuhle. Andreas Pohl (rechts) zeigt gerade einen der herrenlosen Schilderfüße an der falschen Seite der Pollerdurchfahrt.

Quelle: dil

Rinteln (dil). Am Südende steht ein Schild, dass die Durchfahrt zum Einkaufszentrum verbietet: „Sackgasse! Durchfahrt für Feuerwehr freihalten!“ Aber so mancher hält sich nicht dran.

 Andras Pohl vom gleichnamigen Taxi-Unternehmen wohnt im Haus Auf der Bünte 11, direkt vor der Poller-Durchfahrt. Vor dem Gebäude ist ein Geh-Radweg gepflastert, farblich sichtbar abgegrenzt, aber ohne Hochbord. Da daneben zu wenig Platz ist, hatte er sich zweimal mit den linken Autoreifen entgegen der Fahrtrichtung auf den Radweg gestellt. „Da war die Politesse schnell da, zwei mal 30 Euro Bußgeld“, schimpft Pohl. „Den Missbrauch des Durchfahrtsverbots kontrolliert dagegen scheinbar niemand.“

 Für die Polizei ist dies auch kein Unfallschwerpunkt, stellt Daniela Kempa, Leiterin Einsatz- und Streifendienst der Rintelner Polizei, fest. Der Stadtverwaltung ist ebenfalls nichts von Unfällen bekannt. Pohl zeigt auf sein Auto: „Zwei Schrammen seitlich allein vom letzten Wochenende.“ Gestern wollte er diese Fälle von Beschädigung und Fahrerflucht der Polizei anzeigen.

 Eigentlich sollten südlich der Durchfahrt noch zwei Schilder „Allgemeines Verkehrsverbot“ stehen. Stattdessen liegen zwei herrenlose Plastikfüße für solche Schilder nördlich der Durchfahrt, wo sie nicht gebraucht werden. „Uns wurden dort schon öfter Poller gestohlen und Schilder entfernt“, räumt der Erste Stadtrat Jörg Schröder ein. „Deshalb wollen wir in Kürze die beiden Verkehrsverbotsschilder in Beton an der Südseite der Durchfahrt fest installieren.“ Ob dort dann auch öfters kontrolliert wird, ließ er offen. Die Stadt beschäftigt ja jetzt immerhin zwei Männer als „Politessen“.

 „In dem Wohngebiet sind die Interessen sehr unterschiedlich“, sagt Schröder. „Die Einen wollen ungehinderten Zugang von Norden zu den Geschäften, andere ihre Ruhe, wo doch jetzt die Verbindungsstraße und der Thüringer Weg fertig sind. Deshalb haben wir den Kompromiss mit der einseitigen Durchfahrt, der aber auch bleiben soll. Auf keinen Fall wollen wir dort eine Schranke.“

 Als Andreas Pohl mit unserem Reporter an den Pollern steht, nähert sich aus südlicher Richtung ein Auto. Angesichts der gezückten Kamera legt der Fahrer kurz vor der für ihn nicht erlaubten Durchfahrt umgehend den Rückwärtsgang ein, schlängelt sich mit dem Auto zwischen beiderseits der Fahrbahn geparkten Wagen zurück zur Straße Im Emerten und braust dann schnurstracks nach rechts auf und davon.

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