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„Mein Kampf“ kommt nicht ins Schaufenster

Rinteln „Mein Kampf“ kommt nicht ins Schaufenster

Seit dem 1. Januar darf Adolf Hitlers Buch „Mein Kampf“ wieder gedruckt und verkauft werden. Seit Freitag ist eine kommentierte Neuausgabe im Buchhandel erhältlich. Einzelne Politiker fordern sogar, dass das Buch im Schulunterricht gelesen wird. Die Buchhändler in Rinteln sind vorsichtig, was die Verbreitung dieser neuen Ausgabe angeht.

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Hitlers Buch „Mein Kampf“ erscheint am Freitag als kommentierte Neuausgabe.

Quelle: dpa

Rinteln. „Ich werde das Buch nicht vorrätig haben“, sagt Uta Fahrenkamp von „Buch & Wein“. Doch einige Kunden hätten das Buch bereits bestellt. „Aber nur wenige, unter zehn“, sagt sie. Und diese wiederum, ist sich Fahrenkamp sicher, wollen das Buch „aus geschichtlichem Interesse heraus lesen, um sich ein Bild zu machen –und das ist ja auch legitim“. Davon abgesehen sagt die Buchhändlerin, dass derjenige, der dies wollte, auch in der Vergangenheit an das Buch herangekommen ist. Übers Internet zum Beispiel. „Und die Rechtsextremen haben es sowieso schon, die kommen für das Buch nicht zu mir.“

Auch im „Bücherparadies“ wird man „Mein Kampf“ nicht im Verkaufsregal, geschweige denn im Schaufenster finden, wie Roland Rittgerodt-Rossin mitteilt. „Das Buch war schließlich aus gutem Grund lange verboten.“ Das Bücherparadies besorgt zwar jedes im deutschen Buchhandel erhältliche Buch. „Aber wir werden ,Mein Kampf‘ ganz sicher nicht bewerben.“ Auch Rittgerodt-Rossin hat bereits Vorbestellungen aufgenommen: „Im zweistelligen Bereich.“

Nicht zu haben ist „Mein Kampf“ in der Stadtbücherei, wie eine Mitarbeiterin auf Anfrage mitteilt. Aber das könne sich noch ändern, sagt sie. Allerdings habe es bislang noch keinerlei Anfragen für das Buch gegeben. pk

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