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Messerstecherei bei Drogenkauf

Prozessauftakt in Bückeburg Messerstecherei bei Drogenkauf

Am späten Nachmittag des 6. Januar wurden zwei 22-jährige Männer aus dem Raum Rinteln und Hessisch Oldendorf durch Messerstiche in der Nähe des Bahnhofs Rinteln zum Teil schwer verletzt. Sie wollten von zwei damals 14-Jährigen aus dem Landkreis Schaumburg Marihuana kaufen, aber nicht bezahlen. Einer der Anbieter zog darauf ein Messer und stach zu. Nach fast einem Jahr Ermittlung und Bewertung erhebt die Staatsanwaltschaft Bückeburg jetzt Anklage bei der Großen Jugendstrafkammer des Landgerichts in Bückeburg.

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Nach der Messerstecherei durchkämmen Polizei und Feuerwehr das hell beleuchtete Gelände auf der Suche nach der Tatwaffe.

Quelle: tol

Rinteln. Die Polizei in Rinteln war damals vom Krankenhaus verständigt worden, in das die beiden jungen Männer von Bekannten gebracht worden waren. Bei einem von ihnen musste eine Notoperation vorgenommen werden. Bei den Ermittlungen wie beispielsweise der Tatortaufnahme hat die Feuerwehr Rinteln die Polizei unterstützt. Die Tatwaffe wurde allerdings bis heute nicht gefunden.

Der beschuldigte 14-Jährige ist aufgrund von Zeugenaussagen zeitnah ermittelt und vorläufig festgenommen worden. Im Moment sind alle Beteiligten ohne Auflagen auf freiem Fuß, Flucht- und Verdunkelungsgefahr wird nicht gesehen.

Der Erste Staatsanwalt André Lüth sagte zum derweil ermittelten Tathergang: Zwei 14-Jährige aus dem Landkreis wollten am Bahnhof mindestens 49,2 Gramm Marihuana verkaufen. Die beiden jungen Männer als Kunden hatten aber nicht vor, zu bezahlen. Bei der Übergabe der Drogen in der Nähe des Bahnhofs wurde Gewalt gegen den 14-jährigen Dealer eingesetzt. Dieser wehrte sich mit dem Messer und stach zu. Da er bedroht wurde, geht die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklage nur von gefährlicher Körperverletzung, nicht jedoch von Tötungsabsicht aus.

Die beiden damals 14 Jahre alten Jugendlichen wie auch die seinerzeit 22-Jährigen werden außerdem der Verwicklung in Drogengeschäfte angeklagt, einmal wegen der Beschaffungsabsicht, das andere Mal wegen des Verkaufs. Die Käufer müssen sich laut Anklage zudem wegen gemeinschaftlichen Raubes und gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Lüth erklärt: „Insgesamt fünf Angeklagte haben wir, und alle können inzwischen auf Verteidiger zurückgreifen. Ob und wann das Landgericht ein Verfahren eröffnet, bleibt abzuwarten, aber sicher nicht mehr in diesem Jahr.“ Woher die beiden „Jungdealer“ das Marihuana hatten, ist Gegenstand eines anderen Ermittlungsverfahrens, das die Staatsanwaltschaft in Detmold führt. Der Vater des 14-Jährigen mit dem Messer steht im Verdacht, das Marihuana beschafft zu haben, der Sohn habe es ihm vermutlich gestohlen.

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