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Missglückte Drogendeals

Opfer sagt vor Gericht aus Missglückte Drogendeals

Im Amtsgericht Rinteln hat jetzt das mutmaßliche Opfer eines Angriffs ausgesagt, für den fünf junge Leute auf der Anklagebank sitzen. Dabei soll es sich offenbar um einen missglückten Drogendeal gehandelt haben.

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Quelle: dpa

RINTELN. Im Prozess gegen fünf junge Leute, denen in wechselnder Beteiligung unterschiedliche Delikte angelastet werden, hat sich am zweiten Verhandlungstag die Anklagebank gelichtet: Ein 20-jähriger Schüler erschien nicht im Gerichtssaal, Richter Christian Rost trennte daraufhin sein Verfahren ab. Damit muss der junge Mann zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal auf der Anklagebank Platz nehmen und sich dem Hauptvorwurf stellen: einer schweren räuberischen Erpressung.

Opfer vernommen

 Das mutmaßliche Opfer in diesem Fall, ein 23-jähriger Ostwestfale, konnte nun vernommen werden. Er war zum Prozessauftakt nicht zum Amtsgericht gekommen. Genauso wie fünf andere Zeugen, von denen drei auch am zweiten Verhandlungstag nicht auftauchten.

 Beim Kernvorwurf geht die Anklage davon aus, dass vier junge Leute bei einem Drogengeschäft durch Drohungen und Mitführen von Schlagstock und Schlagring den Ostwestfalen „abgezogen“ haben. Dieser wurde offenbar an einem Abend in die Nähe des Krankenhauses bestellt und sollte fünf Gramm Marihuana liefern. Die Angeklagten seien dann aus dem Busch gekommen und hätten ihn zur Herausgabe der Drogen aufgefordert, äußerte der 23-Jährige sinngemäß. Dabei sollen die Worte „Zeug raus, sonst gibt’s was“ gefallen sein. Vier oder fünf Leute hätten da rumgestanden. Waffen sollen nicht im Spiel gewesen sein.

Nicht viel passiert

 „Ich bin der festen Überzeugung, dass er dabei war“, sagte der Ostwestfale über den nun nicht erschienenen Schüler. Dieser hatte am ersten Prozesstag seine Anwesenheit am Tatort bestritten. Ein Zeuge, der sich nur wenige Meter vom Opfer entfernt aufgehalten hatte, bestätigte im Wesentlichen die Einlassung der meisten Angeklagten: „Wirklich viel ist da nicht passiert.“ Demnach hatte das Opfer einfach seine Taschen geleert und sei gegangen. Für den Ostwestfalen war es nicht das einzige missglückte Drogengeschäft. Einen Tag zuvor soll er schon einmal „abgezogen“ worden sein. Am Alten Hafen sollte er für mehr als 100 Euro Marihuana an einen der Angeklagten liefern. Dieser wollte den Stoff vor der Übergabe sehen. „Er hat es mir einfach aus der Hand gerissen und ist weggerannt“, berichtete das Opfer. Der Prozess wird Dienstag fortgesetzt. maf

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