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Mit 1,2 Promille auf frisiertem Roller erwischt

Trunkenheitsfahrt Mit 1,2 Promille auf frisiertem Roller erwischt

Nach einer erneuten Trunkenheitsfahrt ist ein Rintelner (56) nur knapp dem Gefängnis entgangen: Der Arbeitslose, der auf einem frisierten Roller mit 1,2 Promille in der Nordstadt unterwegs war, erhielt nun eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten mit Bewährung.

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Quelle: Symbolfoto

Rinteln. Richter Christian Rost erkannte auf vorsätzliches Fahren ohne Fahrerlaubnis und fahrlässige Trunkenheit im Verkehr. Mit dem Strafmaß folgte er im Wesentlichen dem Antrag von Verteidiger Thomas Grell. Dagegen wollte der Vertreter der Staatsanwaltschaft den bereits unter dreifacher Bewährung stehenden Angeklagten für sechs Monate hinter Gitter schicken.

Alkoholfahne und gerötete Augen

An einem Abend im Juli 2015 besuchte der heute 56-Jährige einen Bekannten und trank dort Bier und Wodka. Gegen 21.30 Uhr machte er sich auf den etwa 15 Minuten dauernden Heimweg, fiel aber schon bald der Besatzung eines zivilen Streifenwagens auf, weil er mit seinem Mofa auf einem Parkplatz immer im Kreis fuhr. Nach Verlassen des Parkplatzes folgten die Beamten dem viel schneller als die erlaubten 25 Stundenkilometer fahrenden Roller. Die Polizisten stoppten den Mann, der eine Alkoholfahne und gerötete Augen hatte. Schnell war auch klar, dass der Roller frisiert worden war. Bei einem späteren Test erreichte das Mofa rund 50 Stundenkilometer. „Ich habe da nichts geändert an dem Roller“, beteuerte der Rintelner. Demnach sei die Manipulation vorgenommen worden, bevor er den Roller gekauft habe.

Ambulante Therapie

Nach Langzeittherapien, die nur kurzfristige Erfolge brachten, hat der seit Langem alkoholkranke Mann erst kürzlich eine weitere stationäre Behandlung durchlaufen. Sein intensives Bemühen, vom Alkohol wegzukommen, war letztlich mitentscheidend für die ausgesprochene Bewährungsstrafe. So befindet er sich momentan in ambulanter Therapie und hat sich auch einer Selbsthilfegruppe angeschlossen. maf

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