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Mit Pauken und Trompeten

Neujahrskonzert Mit Pauken und Trompeten

Mit dem Neujahrskonzert im Brückentorsaal macht Wolfgang Westphal den Rintelnern immer eine besonders große Freude: Walzer, Polka und berühmte Ouvertüren, schwungvolle Stücke, deren Melodien fast jeder kennt, bestimmen das Programm.

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Dirigent Wolfgang Westphal trifft mit der Auswahl der Stücke bei den Rintelnern erneut ins Schwarze.

Quelle: tol

Rinteln. Wäre der Saal nicht bis auf den letzten Platz besetzt gewesen, mancher hätte wohl gern getanzt. Erstmals spielte statt der vertrauten Göttinger Symphoniker das Symphonische Orchester des Landestheater Detmold auf, eine lebhafte Truppe, die einen Schlagzeuger ebenso dabei hatte wie eine Harfenistin und gut gelaunt dem Dirigenten dabei folgte, musikalisch aufs Ganze zu gehen: Die Ouvertüre zu Giuseppe Verdis Oper „Nabucco“ etwa, dieses mächtige Plädoyer für politische Freiheit, erschütterte die Hörer mit Pauken und Trompeten, um dann dem Strom der Befreiungsmelodie freien Lauf zu lassen. Gleich darauf folgte Peter Tschaikowskis „Blumenwalzer“ aus der märchenhaften Oper „Der Nussknacker“ als Inszenierung eines rauschenden Tanzfestes.

„Er hat so etwas – Monarchisches“

Wie immer kündigte Westphal die einzelnen Programmpunkte recht unterhaltsam an: Man erfuhr, dass Johannes Brahms die Ideen für seine „Ungarischen Tänze“ während einer Konzertreise mit einem ungarischen Geiger einsammelte; dass man bei der Ouvertüre zu „Carmen“ eigentlich einem Stierkampf beiwohne, und um den „Kaiserwalzer“ von Johann Strauss zu charakterisieren, dachte er erst eine Weile nach und meinte dann: „Er hat so etwas – Monarchisches.“

Was die Zuhörer nach ihrem begeisterten Abschlussapplaus als Zugabe erwartete, wussten die Stammgäste des Neujahrskonzertes: erst der wunderbar getragene „Donau-Walzer“ und dann, freudig aufgenommen, der rasend schnelle „Radetzkymarsch“. Kein Wunder, dass der Dirigent und das hervorragende Orchester noch einmal mit Beifall überschüttet wurden. r

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