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Moderner, schlanker, attraktiver

Neue Homepage Moderner, schlanker, attraktiver

Moderner, schlanker, attraktiver – diese Schlagworte beschreiben nicht etwa ein neues Diätprogramm, sondern die Ansprüche an eine aktuelle Internetseite. Eine solche Homepage wird, voraussichtlich im kommenden Jahr, die Stadt Rinteln bekommen.

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Nicht mehr auf dem neuesten Stand: die Homepage der Stadt Rinteln. Sie wird derzeit komplett neu entwickelt.

Quelle: repro: mld

Rinteln. Dafür nimmt die Verwaltung 20.340 Euro in die Hand, wie Bürgermeister Thomas Priemer jüngst im Schulausschuss verkündete. Damit werden die 25.000 Euro, die in den Haushalt eingestellt wurden, nicht ausgereizt.

Aber so viel Geld? Für eine Homepage? Ist das nötig? Der Internetauftritt einer Kommune ist für viele die erste Anlaufstelle, nicht nur für Bürger und Touristen, sondern auch für andere Kommunen und für Touristikzentren. Ein Blick auf die Homepage kommt meist vor dem Anruf bei der Stadtverwaltung.

Das Problem: rinteln.de stammt aus dem Jahr 2006. In der Zeitrechnung des Internets ist das uralt. Die entsprechende App für Smartphones ist zwar etwas jünger, müsse aber ebenfalls überholt werden, sagt Heike Grote vom Amt für Bildung und Kultur, die den Relaunch (also die Überarbeitung) von www.rinteln.de betreut.

Bereits 2015 haben Studenten der Hochschule Weserbergland im Auftrag der Verwaltung die Internetseite untersucht und festgehalten, was verbessert werden müsste, gerade im Hinblick auf Nutzerfreundlichkeit. 2016 haben sie aufgrund ihrer Erkenntnisse einen Prototypen vorgestellt, wie eine neue Seite aussehen könnte: einfacher strukturiert und benutzerfreundlicher.

Auf „Marktplatz Digital“ wartet eine „Mordsarbeit“

„Das Konzept aus dieser Zeit ist nun Grundlage für die Arbeiten am Relaunch“, erklärt Grote. Beauftragt wurde der Entwickler „Marktplatz Digital“ von der Firma IMS aus Bückeburg. Der Dienstleister betreut auch schon die aktuelle Homepage sowie das sogenannte Content-Management-System dahinter. „Für uns war es selbstverständlich, dass wir wieder mit der Firma zusammenarbeiten“, so Grote. Eine „Mordsarbeit“ warte auf „Marktplatz Digital“, sagt Grote. Diese werde voraussichtlich nicht vor Frühjahr 2018 abgeschlossen sein.

Alle Seiten und Unterseiten der Homepage sowie der Partnerseiten von Bäderbetrieben und der GVS müssen untersucht werden: Welche Seiten werden kaum aufgerufen? Welche Funktionen fehlen? Welche sind komplett benutzerunfreundlich?

Das Layout müsse aus einem Guss sein, ebenso die sogenannte „CI-Linie“, also die Corporate Identity, das einheitliche Auftreten der „Marke Rinteln“ nach außen hin, betont Grote.

Außerdem häuft sich in jüngster Zeit ein Problem: „Anfragen werden oft an unsere Info-Mail-Adresse geschickt“, so Grote – also die allgemeine E-Mail-Adresse, bei der sowieso schon zahlreiche Anfragen auflaufen. Frage nun: Passiert dies so häufig, weil Infos auf der Homepage nicht gefunden werden?

Für Computer und Smartphone

„Die Internetseite muss nutzerfreundlicher, bürgernäher, schlanker werden“, so Grote. Dazu gehöre auch, dass sie ein sogenanntes „responsives Design“ bekomme, sodass man sie auf zahlreichen unterschiedlichen Endgeräten aufrufen könne – auf dem Computer genauso wie auf dem Smartphone.

„Gerade kommunale Internetseiten müssen intuitiv zu bedienen und die Informationen leicht auffindbar sein“, sagt Hendrik Tesche von der Firma IMS. Auch die mobile Nutzung werde immer wichtiger – also dass Informationen unterwegs via Smartphone aufgerufen werden. Eine App müsse daher unbedingt sein.

Der Aufwand für eine solche Entwicklung „wird meist unterschätzt“, so Tesche. Es würden viele Wochen ins Land gehen, „bis von der Konzeption über die Programmierung und die redaktionellen Arbeiten bis hin zum Lektorat und Usability-Tests eine solch umfangreiche Seite umgesetzt ist.“ mld

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