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Müll statt Idyll am Weserufer

Rintelner kritisiert Verschmutzung Müll statt Idyll am Weserufer

Norbert Dallügge ist gerne am Weserufer. Leider wird ihm das Verweilen am Fluss immer wieder verleidet. Viele seiner Lieblingsplätze sind immer wieder zugemüllt: entlang des Treidelweges, an den Bänken längs des Ufers am Weseranger und in den Buchten.

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 Bei seinen Spaziergängen am Weseranger und auf dem Treidelweg stößt Norbert Dallügge immer wieder auf Müllansmmlungen.

Quelle: pr.

Rinteln. Seinem Unmut darüber hat Dallügge unlängst in der Facebook-Gruppe „Wenn du in Rinteln aufgewachsen bist…“ Luft gemacht.

 Auf mehreren Fotos hatte er die vermüllten Plätze festgehalten und die Bilder ins Internet gestellt. Dazu schreibt er: „Jedes Jahr um diese Jahreszeit wiederholt sich diese Sache. Junge Erwachsene und Jugendliche benutzen den Weseranger und die Bänke sowie die Buchten am Treidelweg zum Picknicken. Leider lassen sie oft genug einfach ihren Müll zurück.“ Die Kritik des Rintelners richtet sich aber auch an die Stadt. „Einen Vorwurf muss sich die Stadt Rinteln aber auch gefallen lassen“, schreibt er. „Vor ein paar Jahren wurden die Mülleimer an besagten Stellen nicht mehr aufgehängt. Das ist genauso ein Schwachsinn wie Rastplätze ohne Mülleimer.“

 Tatsächlich wurden die Mülleimer vor etwa drei Jahren bewusst von der Verwaltung entfernt. Bauamtsleiter Andreas Wendt begründete diesen Entschluss damals damit, dass die öffentlichen Müllbehälter an abgelegenen Stellen wie diesen oft für die Entsorgung von Hausmüll missbraucht würden und sich auch um die Eimer herum zusätzlich jede Menge Abfall ansammele. Ein Problem, dass es seitdem so nicht mehr geben würde, sagt Wendt nun.

 Dallügge wünscht sich, dass das Ordnungsamt vor Ort mehr Präsenz zeige und die Verursacher mit ihrem Fehlverhalten konfrontiere. Auf Anfrage verweist Ordnungsamtsleiter Ulrich Kipp auf die in jüngster Vergangenheit neu angestellten zwei Mitarbeiter, die für derartige Kontrollgänge verstärkt eingesetzt werden sollen. „Aber wird können nicht überall sein. Daher sind wir auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen“, sagt Kipp. „Als Nächstes werden wir uns den Weseranger und den Treidelweg ansehen.“ Ansonsten sei es der Baubetriebshof, der in regelmäßigen Abständen die Wege abfahre und Müll einsammele.

 Aber Dallügge klagt nicht nur. Er hat bei seinen Ausflügen an die Weser inzwischen immer einen Müllbeutel dabei, erzählt er. In dem Beutel sammelt er den Müll, auf den er an seinen Lieblingsplätzen stößt. Er habe auch schon Leute vor Ort direkt angesprochen, wenn sie ihren Müll liegen ließen. „Meistens bekomme ich dieselbe Antwort: Was geht Sie das an?“ Er habe den Eindruck, dass das Thema in den Schulen stärker thematisiert werden müsse, sagt Dallügge, der als Ergotherapeut selbst pädagogisch tätig ist. pk

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