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„Musik-Erleben mit allen Sinnen“

Bundesfreiwilligendienst beim Kinderschutzbund Rinteln „Musik-Erleben mit allen Sinnen“

Das Modell des Bundesfreiwilligendienstes kann zu echten Win-win-Situationen führen. So haben es jedenfalls der Rintelner Kinderschutzbund und seine „Bufdine“ Jessica Gniesmer erlebt.

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Jessica Gniesmer

Quelle: pr.

Rinteln. Vor knapp einem Jahr kam Gniesmer zum Hort-Team des gemeinnützigen Vereins dazu. Und sie kam nicht allein, denn sie hatte jede Menge Musik im Gepäck.

 So konnten sich ein Jahr lang alle Hortkinder daran erfreuen, dass Lieder und Gitarrenmusik ihren Alltag bereicherten. Und vier von ihnen nutzten die Gelegenheit, sich intensiv mit dem Thema „Musik“ zu beschäftigen, denn die freiwillige Helferin entwickelte auch ein eigenes Gruppenangebot. „Dass ich so viel Freiraum und den Vertrauensvorschuss bekam, mich auszuprobieren, davon habe ich sehr profitiert“, erzählt die junge Betreuerin.

 Profitiert haben in jedem Fall auch die Kinder, die ihr vielseitiges Angebot angenommen haben. „In meiner Gruppe haben wir selbst musiziert und einfache Melodien am Xylofon eingeübt. Sogar etwas Notenkenntnisse konnte ich vermitteln. Wir haben musikalische Geschichten angehört, und die Mädchen haben sie sich gegenseitig auf dem Rücken nachgespielt. Das war Musik-Erleben mit allen Sinnen“, beschreibt Gniesmer ihr Projekt. „Als ich einmal von zu Hause unterschiedliche Instrumente wie Trompete, Geige, Orgel und Gitarre mitgebracht und vorgestellt habe, waren die Kinder total begeistert.“

 Ganz besonders intensiv habe die Gruppe an einer Gesangs- und Tanzchoreografie gearbeitet. Nachdem die Kinder dieses Programm schon einmal bei der vorigen Hauptversammlung in vertrauter Umgebung aufgeführt haben, gibt es für sie zum Sonnenblumenfest noch eine wirkliche Mutprobe zu bestehen: einen Auftritt auf einer richtigen Bühne, mit Mikrofonen und vor großem Publikum.

 Mit dem Fest und dem Auftritt „ihrer“ Musikmädchen endet dann Gniesmers Freiwilligendienst beim Kinderschutzbund. „Dank meiner Erfahrungen hier im Hort weiß ich jetzt, wie es beruflich weiter gehen soll“, so die 19-Jährige. „Mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, das war schon immer mein Plan. Aber wie wichtig es mir ist, dabei auch musikalisch anspruchsvolle Projekte verwirklichen zu können, das ist mir erst im Laufe dieses Jahres klar geworden.“

 So hat sich Gniesmer folgerichtig um einen Studienplatz für das Lehramt am Gymnasium beworben. Ihre Fächer sind Musik und Mathematik. Damit hofft sie, später bei der Jobsuche keine Schwierigkeiten zu bekommen.

 Und wie sie als Lehrerin mit ihren Schülern umgehen möchte, weiß die junge Pädagogin auch schon. „Mein Aha-Erlebnis diesbezüglich hatte ich in der Mittelstufe. Da bekamen wir einen Lehrer, der uns nicht nur von oben herab behandelte, sondern uns auf Augenhöhe begegnete, uns zuhörte und ernst nahm. So möchte ich es später mit meinen Schülern auch halten.“ r

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