Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
„Mussten was zu essen bekommen“

Rinteln / Prozess „Mussten was zu essen bekommen“

Für den Diebstahl zahlreicher Nahrungs- und Genussmittel in einem Rintelner Supermarkt hat ein Arbeiter (24) eine Geldstrafe von 450 Euro kassiert.

Voriger Artikel
Möwe gräbt Mozart an
Nächster Artikel
Mit Banane Krieg spielen

Rinteln. Vor gut zwei Jahren hatte der Mann zusammen mit seiner damaligen Freundin diverse Waren im Gesamtwert von rund 44 Euro unbezahlt eingesteckt. „Irgendwie mussten wir was zu essen bekommen“, nannte der Angeklagte als Motiv für den Diebstahl. Zur Tatzeit hatte der Rintelner keinen Job, war auch nicht beim Amt gemeldet. Seine Freundin litt damals offenbar ebenfalls unter Geldnot. Ihr Verfahren lief bereits im Juli und endete mit einer Geldstrafe in Höhe von 15 Tagessätzen.

 Der Fall: Im Sommer 2011 betraten die jungen Leute an einem Abend ein Geschäft in der Nordstadt. Beide hatten Umhängetaschen dabei und marschierten durch diverse Abteilungen. Zunächst steckten sie Limetten ein, tauchten dann bei den Spirituosen auf und entwendeten zwei Flaschen Wodka. Weiter ging’s in die Tiefkühlabteilung, wo zwei teure Desserts aufgerissen wurden.

 Auch Süßigkeiten, Hundefutter und einen Energy-Drink ließen sie mitgehen. Zeugen für den Tathergang gab es nicht. Überführt wurden die Diebe letztlich durch eine Videoaufzeichnung.

 Für den geständigen und bereits mehrfach strafrechtlich in Erscheinung getretenen Arbeiter forderte Oberstaatsanwalt Klaus Jochen Schmidt eine Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu je 30 Euro. Richter Christian Rost folgte dem Antrag. maf

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Die „Schlossklause“, die ehemalige Gaststätte an der Arensburg, fiel vermutlich Brandstiftung zum Opfer... mehr