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Nach Einkäufen Lastschriften zurückgebucht

Rinteln / Prozess Nach Einkäufen Lastschriften zurückgebucht

In einem Betrugsprozess um die kuriose Rückbuchung von acht Lastschriften hat das Amtsgericht das Verfahren gegen eine Rintelnerin (25) wegen Geringfügigkeit eingestellt. Die Frau hatte in verschiedenen Märkten eingekauft und dabei die Waren im Lastschriftverfahren bezahlt. Später wurden diese Lastschriften an einem Selbstbedienungsautomaten eines Geldinstituts zurückgebucht, sodass die Märkte das Geld nicht abbuchen konnten.

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Rinteln (maf). Im März und April 2009 kaufte die Angeklagte acht Mal in einem Rintelner Supermarkt sowie einem Baumarkt ein. Die Einkäufe hatten stets einen geringen Umfang und lagen zwischen drei und 14 Euro. Bezahlt wurde jeweils im Lastschriftverfahren. Später kam es zu einer seltsamen Rückbuchung dieser Lastschriften, für die die junge Frau keine Erklärung hatte. „Ich weiß nicht, wie das gekommen ist. Ich war das nicht“, sagte sie nun unter Tränen.

Im Zuge der Beweisaufnahme stellte sich heraus, dass Tage beziehungsweise Wochen nach den Einkäufen irgendjemand diese Rückbuchungen vorgenommen haben musste. Im Prinzip geht das ganz einfach: Jeder, der eine EC-Karte und die entsprechende PIN-Nummer hat, geht in die Bank und kann an einem Selbstbedienungsautomaten eigenständig die Lastschriften zurückbuchen.

Auf die Frage, wer außer ihr noch Zugang zu ihrem Konto hatte, nannte die 25-Jährige ihren Freund. Der kenne ihren PIN, äußerte die Frau, fügte aber gleich hinzu: „Ich habe ihn auch schon gefragt und er hat gesagt, er war das nicht“.

Merkwürdig auch: Im Tatzeitraum hatte die Angeklagte noch in vielen anderen Geschäften Einkäufe getätigt, die zum Teil höhere Geldbeträge umfassten, und im Lastschriftverfahren bezahlt. Diese wurden ganz normal von ihrem Konto abgebucht.
Letztlich war der Fall nicht restlos aufzuklären, sodass Richter Christian Rost das Verfahren mit Zustimmung von Staatsanwalt André Lüth einstellte.

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