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Nach „Tanz in den Mai“ die „Pille danach“

Seit Mitte März erhältlich Nach „Tanz in den Mai“ die „Pille danach“

Seit Mitte März können Frauen die „Pille danach“ auch rezeptfrei bekommen. Apotheker und Frauenärzte aus der Region äußerten damals Bedenken und kündigten teilweise sogar an, im Zweifelsfall die Herausgabe der Pille zu verweigern.

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Die „Pille danach“ – sie soll vor ungewollten Schwangerschaften schützen.

Quelle: Dana

Rinteln. Kritiker befürchteten, die nur als Notfall-Medikament gedachte „Pille danach“ könne normale Verhütungsmittel ersetzen, die Nachfrage außergewöhnlich zunehmen. Dem Branchendienst Apotheke Adhoc zu Folge sind die Verkaufszahlen in den ersten Wochen tatsächlich merklich angestiegen, um rund 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Erfahrungsberichte von Rintelner Apothekern fallen viereinhalb Monate nach Einführung der Rezeptfreiheit für die „Pille danach“ unterschiedlich aus.

 Oliver Schäfer, Inhaber der Neuen Apotheke, könne nicht feststellen, dass die „Pille danach“ bislang übermäßig nachgefragt worden ist. „Die Nachfrage hält sich im normalen Rahmen, so wie vorher auch“, sagt der Apotheker. Konkrete Zahlen möchte er nicht nennen. Seine Befürchtung, die er mit anderen Kollegen teilte, die Nachfrage würde stark zunehmen, habe sich nicht bestätigt.

 Außerdem gebe es ja bestimmte Auflagen, an die sich die Apotheker halten sollen, bevor sie das Notfall-Medikament herausgeben, sprich: Sie sollen die Kundinnen beraten. Schäfer orientiere sich dafür an einer Checkliste der Bundesapothekerkammer für die Abgabe des Hormonpräparats. So wird es auch bei der Post-Apotheke gehandhabt. Die Beratung kostet Zeit, „etwa zehn bis 15 Minuten“, sagt Apothekerin Kerstin Roska. Dass die Nachfrage seit März zugenommen hat, könne sie jedoch nicht bestätigen. „Seitdem haben wir sie nur sechsmal verkauft“, sagt Roska. Dies entspreche in etwa auch der Häufigkeit an Herausgaben, als das Medikament noch verschreibungspflichtig war.

 Einen deutlichen Anstieg der Nachfrage verzeichnet dagegen die B33-Apotheke am Marktkauf. Seit Mitte März sei die „Pille danach“ 19-mal über den Ladentisch gegangen, davon 17-mal „Ellaone“ und zweimal „Pidana“. „Das kam vorher nicht so häufig vor“, sagt die Pharmazeutisch-technische Assistentin Nina Engemann.

 Ein besonderer Anstieg der Nachfrage insbesondere von jungen Frauen sei nach bestimmten Feiertagen festzustellen gewesen, etwa nach „Tanz in den Mai“. Engemann weiß dies so genau, weil die Kundinnen vor Herausgabe der „Pille danach“ die Checkliste der Bundesapothekerkammer ausfüllen und „sich dabei teils unangenehmen Fragen stellen müssen“, etwa: Wann genau war der Geschlechtsverkehr? Wurde die „Pille danach“ schon einmal eingenommen?

 Ohne ausgefüllte Checkliste und Unterschrift der Kundinnen gibt es bei der B33-Apotheke keine „Pille danach“. „Das dient der Absicherung von Patient und Apotheke“, sagt Apotheker Thomas Berger.pk

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