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Nachwirkungen des Wechsels

Neue Leitung in Kita Nachwirkungen des Wechsels

Im Dezember und ausgerechnet zur großen Jubiläumsfeier hatte die Nachricht wie eine Bombe eingeschlagen. Die langjährige Leiterin der Krankenhäger Kindertagesstätte (Kita) „Bärenstark“, Beate Kuklik, war versetzt worden, und als kommissarischen Leiter hatte die Stadt Michael Gottschick geschickt.

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In der Kindertagesstätte in Krankenhagen ist inzwischen wieder der Alltag eingekehrt – zumindest für die Kinder.

Quelle: cm

Krankenhagen. „Was war geschehen?“, „Warum kommt das so plötzlich?“, „Hat sich Kuklik etwas zuschulden kommen lassen?“ und „Warum haben wir nicht früher von dem geplanten Wechsel erfahren?“ – das waren die Fragen, die die Eltern damals beschäftigten. Die Ankündigung, es werde im Januar einen Informationselternabend geben, beruhigte die Gemüter ein wenig. Man hoffte, dass an diesem Abend etwas Licht in die Angelegenheit gebracht werden würde.

 Bei dieser Info-Veranstaltung erschien außer dem jungen Leiter und dem gesamten Mitarbeiterteam auch Stadtjurist Joachim Steinbeck. Dieser musste dann als Vertreter der Verwaltung für die Entscheidung der Stadt geradestehen, dass man keine Interna über die Hintergründe des personellen Wechsels preisgeben werde. „Den Kindern geht es heute gut. Und es ist ihnen auch unter der Leitung von Beate Kuklik gut gegangen. Das ist für mich das Wichtigste“, fasst Steinbeck seinen Standpunkt zusammen.

 Schon eine kleine und völlig unrepräsentative Umfrage unter den Erwachsenen, die mittags ihre Kinder aus der Kita abholen, zeigt, dass es jedoch bei den Kindergarten-Eltern längst noch nicht allen (wieder) gut geht. Während einige bis heute an ihrer Enttäuschung knabbern („Ich bedaure, dass wir uns nicht richtig von Beate Kuklik verabschieden konnten, und verstehe bis heute nicht, wieso wir die Entscheidung erst so spät erfahren haben“), möchten andere mit der Konfliktsituation nichts mehr zu tun haben. „Ich mische mich da nicht ein“, ist zu hören. Wieder andere sehen kritisch, wie sich die Elternschaft in unterschiedliche Lager aufteilt. „Es gibt viele Spannungen unter den Eltern. Manche hängen immer noch innerlich sehr an der alten Leitung. Manche sind ganz begeistert von der neuen.“

 Dass niemand mehr neue Streitigkeiten schüren möchte, zeigt auch die Tatsache, dass die befragten Elternteile nicht mit Namen zum abgegebenen Kommentar in der Zeitung stehen wollen.

 Aber eines klingt bei aller Kritik durch: Es geht nicht gegen Michael Gottschick persönlich, sondern allein um die Vorgehensweise der Verwaltung bei dieser Neubesetzung. Der junge Leiter selbst würde gern die Vergangenheit ruhen lassen und den Blick nach vorne richten.

 „Mein großes Ziel ist es, ein richtig gutes Arbeitsklima zu schaffen. Dabei setze ich vor allem auf Kommunikation und Transparenz. Im Moment rede ich ständig und mit allen. Mit meinem Team, mit den Eltern und auch mit den Kindern“, beschreibt Gottschick seinen Alltag. Wahrscheinlich ist, dass manche Eltern, die sich laut eigenem Bekunden ja gerade im Bereich „Transparenz“ in der Vergangenheit nicht besonders gut behandelt gefühlt haben, ihren neuen Leiter bei der Umsetzung seiner hohen Ziele noch für eine Weile kritisch beobachten werden, bevor sie Vertrauen fassen können.

 Die nächste Hürde für Gottschick ist jedoch erst einmal rein bürokratischer Natur. Im Mai wird die Leitungsstelle offiziell ausgeschrieben. Es gilt also, das Bewerbungsverfahren zu durchlaufen, damit aus dem kommissarischen ein ganz offizieller Leiter mit echter zeitlicher Perspektive wird. cm 

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