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Nächster Bus: In vier Stunden

Rinteln Nächster Bus: In vier Stunden

Die Rintelner SPD macht Defizite im öffentlichen Personennahverkehr aus und fordert deshalb eine Ausweitung des Anrufsammeltaxis (AST). Betroffen seien insbesondere die südlich der Kernstadt gelegenen Ortsteile sowie Todenmann.

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Fahrgäste warten an der Haltestelle am Pferdemarkt auf den Linienbus.

Quelle: mona

Rinteln. 30.000 Euro will sich die SPD die Erweiterung des AST-Systems kosten lassen.

Die von der SPD angesprochenen Angebotslücken betragen werktags teilweise mehr als vier Stunden, wie Gerlinde Göldner-Dorka (SPD) in einem Antrag ihrer Fraktion des Ortsrats Hohenrode-Strücken aufzeigt. In Hohenrode und Strücken sowie in anderen südlichen Ortsteilen fahre am Vormittag zwischen 8.10 und 12.06 Uhr und am Nachmittag zwischen 12.07 und 16.29 Uhr kein Bus nach Rinteln, sodass die Bürger in diesen Zeiträumen weder Arztbesuche noch Einkäufe oder andere Termine, etwa um am kulturellen Leben teilzunehmen, wahrnehmen könnten. Davon besonders betroffen seien ältere Menschen, die über kein Auto verfügen.

Nach Auffassung der SPD-Ortsrats- sowie Stadtratsfraktion könnten diese Lücken durch eine Ausweitung des AST-Systems geschlossen werden. Göldner-Dorka beantragt dafür eine Erhöhung des Haushaltsansatzes für Anrufsammeltaxis um 30000 Euro. Im Gespräch mit dieser Zeitung stellt sie jedoch klar, dass für dieses Geld nicht allein die Mobilitätslücken in Hohenrode und Strücken geschlossen werden sollen, sondern auch in den anderen Ortsteilen. Mit dem veranschlagten Geld könne werktags alle zwei Stunden ein Anrufsammeltaxi angeboten werden.

Grundlage für den Antrag Göldner-Dorkas bildet eine von der Rintelner Demografiebeauftragten Linda Mundhenke durchgeführte Analyse der Anbindung der Ortsteile durch den öffentlichen Personennahverkehr an die Stadt Rinteln. Mundhenke hatte einen zusätzlichen Bedarf an Anrufsammeltaxis in Rinteln und Umgebung ausgemacht.

Göldner-Dorka will ihren Antrag in der nächsten Sitzung des Ortsrats Hohenrode-Strücken am Dienstag, 22. September, diskutiert wissen. Unterdessen beantragt die SPD-Fraktionsvorsitzende des Stadtrates, Astrid Teigeler-Tegtmeier, „dass die Verwaltung eine Möglichkeit entwickelt, die teilweise mehrstündigen Busbetriebslücken abzustellen“, eben etwa durch Ausweitung des AST. Sowohl der Seniorenbeirat als auch viele Bürger wünschten sich eine Verbesserung“. Falls nötig, solle dafür zusätzliches Geld in den Haushaltsplan 2016 eingestellt werden. pk

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