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Nass, kühl und mit viel Spaß

Rinteln Nass, kühl und mit viel Spaß

Ein nasskaltes Vergnügen – einen Kilometer schwimmen in der Weser. Mehr als 80 Wasserratten von acht bis über 80 Jahren stürzten sich gestern in die trüben Fluten und entstiegen ihnen froh gelaunt unter der Weserbrücke.

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Rinteln. Während die einen zum Duschen ins Weserangerbad weitergingen, wo freier Eintritt lockte, schlüpften andere sofort nach dem Abtrocknen in warme Kleidung. Kein Wunder bei 18 Grad Celsius im Wasser.

 Stadtmanager Willem Schumann strahlte zufrieden: „Nach den 50 Schwimmern beim ersten Mal im Regen haben wir diesmal doch eine tolle Resonanz.“ Die Wäschebeutel gingen weg wie warme Semmel.

 Die Motivation der Aktiven hätte kaum vielfältiger sein können. Klippenturmwirt Jörg Riechert wollte eigentlich mit Freunden aus Jux mitmachen, dann kniffen die Kumpane aber, und er stieg allein ins Wasser. Joachim Berg (83) meinte: „Ich will mich bewegen, und das ist doch mal was Anderes. Letztes Jahr haben wir noch zugeschaut.“ Seine Ehefrau Gerda (73) spürte nostalgische Gefühle als Anreiz: „In der Weser habe ich 1949 schließlich das Schwimmen gelernt.“

 Die fünfköpfige Familie Meuter war aus Extertal-Laßbruch gekommen. Paulina (8): „Das macht mir Spaß, und ich spüre keine Angst, habe doch den Freischwimmer.“ Ihre Schwester Juliane (9), immerhin schon Trägerin des Jugendschwimmabzeichens in Silber: „Ich bin dabei, weil ich so was noch nie gemacht habe, und ich probiere gern etwas Neues aus.“ Ihr Bruder Maximilian (11) wollte die Schwestern im Wasser auf jeden Fall „abhängen“. Die Eltern Sven und Nadine achteten darauf, dass die Familie doch zusammenblieb. DLRG-Kräfte sorgten an Land und im Wasser für Sicherheit.

 Wolf Krebs war als erster gestartet und traf zuerst unter der Brücke ein. „Nicht nur treiben lassen, ich bin auch geschwommen, weil ich so ein Frostköttel bin.“ Klippenturmwirt Riechert meinte: „Ob ich das noch mal mache? Na, auf alle Fälle.“ dil

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