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Neue Pläne für Alten Hafen

Rinteln Neue Pläne für Alten Hafen

Die Gouvernements-Insel neben der Weserbrücke ist spätestens seit dem Bau der Brücke über den alten Hafen in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Um die Stadt mehr „zur Weser zu öffnen“, wurde der Rundgang um den Alten Hafen errichtet. Doch der größte Teil der kleinen Halbinsel blieb weiterhin geschlossen. Das soll sich nun ändern.

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Die Gouvernements-Insel (links) wurde lange als Kuhweide genutzt – jetzt sollen Grillplätze Menschen zum Verweilen animieren.

Quelle: jan

RINTELN. Auf Anfrage unserer Zeitung zeigte sich Bürgermeister Thomas Priemer durchaus aufgeschlossen, die Wiese dieses Jahr für die Bürger nutzen zu lassen, und etwa mit befestigten Grillplätzen oder Bänken aufzuwerten. „Das wäre dann erst mal ein Prototyp“, betont Priemer allerdings. Denn er hat die nicht ganz unberechtigte Sorge, dass die Halbinsel innerhalb weniger Wochen vermüllen könnte. Auch Mülleimer – wie sie derzeit auf der Insel nicht vorhanden sind – könnten den Müll bei regelmäßiger Nutzung wohl nicht zur Gänze aufnehmen. „Die Leute müssen den dann schon wieder mitnehmen.“ Umsetzen ließen sich die Grillplätze „quasi sofort“, meint Priemer. Die notwendigen Arbeiten könne der städtische Bauhof durchführen.

Selbst Wünsche und Vorschläge äußern

Auch bei einem Treffen mit Vertretern von Jusos und Junger Union wurde über den Alten Hafen gesprochen. Priemer betont allerdings, dass er als 58-jähriger Bürgermeister nicht alleine für die Belange der Jugend eintreten könnte. „Sie müssen selbst Wünsche und Vorschläge äußern.“ Die Stadt habe dafür durchaus ein offenes Ohr: Beim Skatepark am Ernestinum habe man bewiesen, wie schnell mit etwas Nachdruck der Jugend aus Wünschen Wirklichkeit werden kann.

Auch auf der anderen Weserseite sieht Priemer noch ungenutztes Potenzial: „Das Freibad hat ungenutzte Flächen.“ An einigen Wochenenden könnten diese nun zur Party-Location werden. Zwischen den Veranstaltern der Wesertekk-Partys und der Stadt habe es bereits vielversprechende Gespräche gegeben.

Ein „Sturmvogel“ für den Alten Hafen

Ein Gastro-Schiff für den Alten Hafen, dieser Gedanke beflügelte schon manches Mal die Überlegungen des Arbeitskreises Denkmalschutz. Nun hat Mitglied Alexander Lattermann ein Schiff entdeckt, mit dem diese Vision Wirklichkeit werden könnte. Durch Zufall stieß er im Internet auf die „Sturmvogel“, ein 1909 gebautes schlankes Motorschiff, das einst ein kleiner Ausflug-Dampfer war und zuletzt 19 Jahre lang als schwimmendes Fisch-Restaurant nahe Peenemünde an der Ostsee genutzt wurde. Nun bietet es ein Dortmunder Privatmann zum Verkauf an. Die „Sturmvogel“ besitzt 28 Plätze unter Deck und sechzehn weitere auf dem Oberdeck. 55000 Euro soll das Schiff kosten.

Es sei so weit in Ordnung und könne auch über die Kanäle vom Dortmunder Hardenberghafen in Rintelns Alten Hafen überführt werden, so der Dortmunder Eigentümer, der noch weitere Gastro-Schiffe besitzt. Die „Sturmvogel“ verkaufe er, weil ihm die vorhandene Küche etwas zu klein ist und es außerdem Probleme bei der Genehmigung gab. Prinzipiell aber, so seine Auskunft, entsprächen die Ausmaße des Schiffes den amtlichen Vorgaben für Restaurantschiffe.

Alexander Lattermann will das Schiff demnächst vor Ort begutachten. „Es wäre doch wunderbar, wenn mit diesem Schiff die Verbindung Rintelns mit der Weser bestärkt würde“, meint er. Seine Anregung: Der Arbeitskreis Denkmalschutz und die Stadt könnten sich für den Ankauf zusammentun. Und natürlich müsse dann ein Betreiber gefunden werden. cok

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