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Neue helfende Hand für Senioren

Familienzentrum Neue helfende Hand für Senioren

Die Stadt Rinteln wird eine neue Stelle im Familienzentrum für hauptamtliche Seniorenarbeit schaffen. Finanziert wird dies aus Mitteln des Bundesprogramms „Mehrgenerationenhaus“, zu dem nun der positive Bescheid kam. Die Stelle verursacht zusätzliche Kosten in Höhe von 40.000 Euro.

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Künftig wird das Familienzentrum nicht mehr nur eine Anlaufstelle für Familien, Jugendliche und Kinder sein, sondern auch für Senioren. Dafür wird mit Fördermitteln eine neue Stelle geschaffen.

Quelle: mld

Rinteln. Durch das Bundesprogramm wird die Stadt Fördermittel in Höhe von 30.000 Euro pro Jahr bekommen, bei einer kommunalen Ko-Finanzierung von 10000 Euro. Die Hälfte dieser 10.000 Euro kommen vom Land, sodass der Eigenanteil der Stadt noch 5000 Euro betragen wird.

Die Seniorenarbeit soll einen Umfang von einer Dreiviertelstelle (30 Stunden) bekommen. Die Stelle wird, entsprechend der Laufzeit des Bundesprogramms, auf vier Jahre befristet.

Die neue Stelle soll Aufgaben der jetzigen Mitarbeiter des Familienzentrums übernehmen, beispielsweise die Beratung pflegender Angehöriger und die Betreuung des Cafés Knüpfpunkt. Kapazitäten, die anderswo dadurch frei werden, sollen verstärkt in die Stadtjugendpflege gehen: um Jugendliche stärker in die Gestaltung des Stadtlebens einzubinden oder der Jugendabwanderung entgegenzuwirken.

Derzeit sind im Familienzentrum drei Mitarbeiterinnen in Vollzeit beschäftigt. Sie decken die Bereiche Stadtjugendpflege, Beratung sowie Kompetenztrainings an Grundschulen ab.

Generationen verbinden

Wozu die neue Stelle? Zwar gebe es in der Stadt schon zahlreiche Angebote für Senioren, so die Verwaltung – allerdings seien die häufig nicht bekannt oder würden nur informell weitergegeben. Durch die neu eingerichtete Stelle sollen diese Angebote besser kommuniziert und koordiniert werden. Auch Offerten, die Generationen verbinden, sollen geschaffen und besser koordiniert werden.

Das Familienzentrum soll durch die Mittel aus dem Bundesprogramm zu einem Mehrgenerationenhaus ausgebaut werden, an dem bessere generationenübergreifende Arbeit geleistet wird, um junge Menschen in der Stadt zu halten und nach Ausbildung oder Studium zurückzugewinnen. Älteren Menschen soll außerdem so lang wie möglich das selbstbestimmte Leben ermöglicht werden. Es soll laut Stadtverwaltung „für eine zukunftsfähige Begegnungsstätte für Menschen von Geburt bis ans Lebensende“ entwickelt werden; diese Entwicklung sei „erforderlich“.

Anteil jüngerer Einwohner nimmt ab

Die 40- bis 64-Jährigen bilden mit den über 65-Jährigen den größten Einwohneranteil in der Stadt. Gleichzeitig nehmen der Anteil der Jüngeren und die Geburtenrate ab. Ältere Menschen wünschen sich gleichzeitig eine Beschäftigung auch nach der Rente sowie Kontakt zur jüngeren Generation. Auch das soll die neue Stelle für Seniorenarbeit sicherstellen.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat das Förderprogramm am 1. Januar gestartet. Das Programm will der Weiterentwicklung und dem Ausbau von Mehrgenerationenhäusern in den Kommunen dienen, um diese stärker in den Kommunen zu verankern. Inhaltliche Schwerpunkte sind daher die Gestaltung des demografischen Wandels und die Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte.

Die Rintelner Verwaltung hat im Mai 2016 Interesse an dem Programm bekundet. Bis Ende Dezember konnte die Stadt einen Förderantrag einreichen. Nach Ablauf des Projektzeitraums im Jahr 2021 wird es einen Ergebnisbericht über das neue Familienzentrum geben.  mld

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