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Neuer Teilnehmerrekord bei 6. Großen Weserrunde

Radmarathonis trotzen Regen Neuer Teilnehmerrekord bei 6. Großen Weserrunde

Goslar, Celle, Hannover, Oldenburg, Osnabrück, Göttingen – die Teilnehmer der 6. Großen Weserrunde sind aus allen Teilen Niedersachsens gekommen.

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Kein Vergnügen: Durch Regen und gegen den Wind haben die Fahrer an ihre Leistungsgrenzen gehen müssen.

Quelle: pr.

Rinteln. Aber auch Radfahrer aus Berlin, Bremen, Hamburg, Cottbus, Köln, Gelsenkirchen und Mönchengladbach zog das Mega-Event an. „350 hatten sich angemeldet, über 302 gingen auf die Strecke. Das ist neuer Teilnehmerrekord. Im letzten Jahr waren es 285“, freute sich Matthias Gräbner vom Touristikzentrum Westliches Weserbergland in Rinteln. „Dieser Radmarathon hat in den letzten Jahren stetig an Attraktivität gewonnen, ist in der Radmarathon-Szene mittlerweile bundesweit bekannt und erfreut sich stetig steigender Teilnehmerzahlen“, so Gräbner

 Im Angebot standen Strecken über 300, 250, 200 und 150 Kilometer links- und rechtsseitig der Weser bis Holzminden, Beverungen, Gieselwerder, Hannoversch Münden und zurück. Nach einem gemeinsamen Frühstück in der Mensa des Gymnasium Ernestinums gingen die Radmarathonis – bis auf einige wenige Nachzügler – zwischen 6 und 7 Uhr morgens noch in der Dunkelheit an den Start. 65 Prozent der Teilnehmer wählten die große Schleife und hatten 300 Kilometer vor sich.

 Auch eine Frau und sieben Männer aus Rinteln stellten sich der Herausforderung trotz widriger Witterungsverhältnisse mit Sturmböen und Regen, bei mageren 15 Grad Lufttemperatur, aber auch mit sonnigen Abschnitten.

 Christiane Hoffmann und Egbert Lange machten dabei ihrem Namen Ehre. Sie gingen unter dem Namen „Löwenherz“ auf die 150 Kilometer lange Strecke. Die drei „Teerstecher“ Axel Balsmeyer, Harry de Koekkoek und Jörg Rolfes sowie Ralf Möller und Sascha Krenz hatten die 200-Kilometer-Schleife im Visier. Manfred Bebermeier nahm sogar die volle Distanz von 300 Kilometern in Angriff.

 Ein paar Nachzügler, die erst gegen 7.45 Uhr im Regen starteten, antworteten auf die Frage, ob es Spaß mache, im Regen zu fahren: „Jetzt haben wir die Startgebühr bezahlt, und jetzt fahren wir auch.“ „Aber Spaß macht das im Regen bestimmt nicht“, fügte einer hinzu.

 „Das war heute richtig hart“, berichtete Balsmeyer, der zum dritten Mal an der Weserrunde teilnahm, im Ziel. „Auf der Rückfahrt ging es nur gegen den Wind, und der Regen peitschte uns waagerecht ins Gesicht.“ Der ambitionierte Radfahrer, der in der Woche zwei- bis dreimal auf das Rad steigt, erreichte mit seinen Weggefährten Rolfes und De Koekkoek abgekämpft, aber zufrieden und glücklich das Ziel. „Im nächsten Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei. Wenn es das Wetter zulässt, werde ich dann auf die 250-Kilometer-Schleife gehen. Ziel ist es, auch mal die 300 Kilometer zu fahren.“

 „Die Radmarathonis sind schon harte Burschen – wahre Ironmen“, sagt Manfred Nowak vom Mitveranstalter Stadtwerke Rinteln bewundernd. „Zehn Stunden und mehr in Wind und Regen, das verdient größte Hochachtung.“ Er war zusammen mit Gräbner den ganzen Tag auf der Strecke unterwegs und freute sich am Ende über den reibungslosen Verlauf der Veranstaltung. „Trotz der immens hohen Sturzgefahr durch den nassen Asphalt sind keine großen Unfälle passiert. Die Verpflegung unterwegs an den Verpflegungsstationen klappte hervorragend. Die Teilnehmer waren voll des Lobes“, so Nowak.

 Trotz der widrigen Umstände waren die Radmarathonis schnell unterwegs und erreichten teilweise 36 Stundenkilometer. Der Erste im Ziel war ein Fahrer, der die 150-Kilometer-Schleife gefahren war. Es war gerade einmal 12.31 Uhr. Kommentar einer Gruppe, die am Abend die 300 Kilometer in den Knochen hatte: „Junge, jetzt reicht es aber.“

 „Die Stimmung war gut“, resümierte Gräbner. „Aber man kann immer dazulernen. Im nächsten Jahr werden wir die 150-Kilometer-Schleife besser ausschildern. Die Fahrer, die 250 oder 300 Kilometer fahren, haben GPS dabei. Unser Ziel ist es, dass der Bund Deutscher Radfahrer die Veranstaltung mit in seinen Veranstaltungskalender aufnimmt. Daran arbeiten wir. Dann wird die Resonanz noch mal bedeutend höher sein.“peb

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