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Neun Monate Haft für Türsteher

Rinteln / Körperverletzung Neun Monate Haft für Türsteher

Genau eineinhalb Jahre nach einer Schlägerei vor der Diskothek „Happy Night“ ist ein damaliger Türsteher (28) des Lokals nun hart bestraft worden: Richter Christian Rost verurteilte den Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes wegen einfacher und gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten ohne Bewährung. Im Oktober 2010 hatte der Angeklagte zunächst eine Besucherin (19) der Diskothek geschlagen und danach ihrem Bruder (22) Pfefferspray ins Gesicht gesprüht.

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Rinteln (maf). Die Geschwister verließen nach einer Abi-Feier gegen 5 Uhr die Disko. Draußen wurde die 19-Jährige von zwei jungen Männern angepöbelt. Sie verbat sich die unflätigen Äußerungen, wurde aber weiter angemacht. Dann kamen Bekannte der jungen Frau hinzu und forderten die Männer auf, sie in Ruhe zu lassen. Im weiteren Verlauf mischten sich auch der Angeklagte und weitere Türsteher in das Geschehen ein, wobei ein Freund der 19-Jährigen zu Boden ging. Als die Frau den Angeklagten von hinten wegziehen wollte, drehte der sich um und schlug ihr auf die Oberlippe. Ihr Bruder kam hinzu und schubste den Türsteher weg. Dieser verpasste dem Bruder umgehend einen Faustschlag ins Gesicht, sodass er auf die Erde stürzte. Der 22-Jährige stand wieder auf, bekam dann vom Täter ein Pfefferspray ins Gesicht gesprüht. Außer einer Schädelprellung erlitt das Opfer eine Bindehautentzündung.

Vor Gericht leugnete der Angeklagte die Taten. Er gab an, er habe sich nur gewehrt und nur einen Schlag geführt, weil drei Personen auf ihn losgegangen seien. Die junge Frau will er gar nicht gesehen und Pfefferspray nicht benutzt haben. Richter Rost glaubte seiner Einlassung nicht und wandte sich abschließend an den mehrfach einschlägig vorbestraften Türsteher: „Sie haben im Sicherheitsdienst überhaupt nichts zu suchen.“

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