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Nicht ganz freiwilliger Abgang

Knöpfels verlassen Rinteln Nicht ganz freiwilliger Abgang

Gottvertrauen – das besitzen Martina Knöpfel-Lüssem und ihr Mann Ruedi Knöpfel. Und sie können es auch brauchen. Beide haben bis vor Kurzem engagiert, für ihre jeweiligen Kirchengemeinden gearbeitet: Martina Knöpfel-Lüssem in der katholischen Sankt-Sturmius-Gemeinde, Knöpfel für die baptistische Christuskirche.

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Martina Knöpfel-Lüssem und Ruedi Knöpfel ziehen in den Schwarzwald und arbeiten dort.

Quelle: cok

RINTELN. Jetzt werden sie Rinteln und ihre Arbeitsstellen als Gemeindereferenten hinter sich lassen. Nicht wirklich freiwillig.

Sie fühle sich wie der biblische Abraham, dem Gott befahl, seine Heimat zu verlassen, beschrieb es Martina Knöpfel-Lüssem. 21 Jahre lang war sie Gemeindereferentin in Sankt Sturmius. Die Diplom-Religionspädagogin liebte es, mit den Jugendlichen Musik zu machen, Freizeiten und Feste vorzubereiten und sie auf ihrem Weg zur Kommunion zu begleiten. Sie gab Religionsunterricht in Grundschulen und der Orientierungsstufe, übernahm gottesdienstliche Arbeit und war für Kinder und Erwachsene eine vertrauenswürdige, geschätzte Ansprechpartnerin. Als sie erfuhr, dass sie versetzt werden würde, fiel sie aus allen Wolken.

Über die Gründe dieser vom Bistum Hildesheim angeordneten Versetzung kann und will sie kaum Auskunft geben. Offensichtlich gab es unausgesprochene Konflikte über die Art der Gemeindearbeit. „Es ist nun nicht mehr zu ändern“, sagt sie. „Deshalb schaue ich jetzt nach vorn.“

Umzug in den katholischen Süden

Ihre neue Stelle liegt quasi in einer neuen Welt. Statt wie bisher in einer Kleinstadt im überwiegend evangelischen Norden – seit vier Jahren gehörten auch die Gemeinden von Hessisch Oldendorf und Hemeringen zu ihrem Arbeitsfeld – wird sie nun in den katholischen Süden ziehen, in den Schwarzwald nahe der Schweizer Grenze, wo es sechs Dörfer geistlich zu betreuen gilt. Zwischen diesen Dörfern wird sie hin- und herfahren, immerhin von einem ehemaligen Pfarrhaus aus, wo sie dann ab August mit ihrem Mann und der 13-jährigen Pflegetochter lebt.

Knöpfel blieb als Ehemann ebenfalls keine Wahl. Elf Jahre lang war er Gemeindereferent in der baptistischen Christuskirche. Auch er wird von seiner Gemeinde schmerzlich vermisst werden.

„Was mich freut ist, dass mich im Schwarzwald Aufgaben erwarten, die mir besonders liegen“, sagt Knöpfel-Lüssem. Vieles davon betrifft wieder Jugendarbeit und Religionsunterricht.

 Die Sankt-Sturmius-Gemeinde hat jetzt allerdings keine Gemeindereferentin mehr. Und es ist auch nicht vorgesehen, dass diese Stelle wieder besetzt wird. cok

 

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