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„Nicht gemerkt, dass ich das Auto berührt habe“

Rinteln / Prozess „Nicht gemerkt, dass ich das Auto berührt habe“

Ein missglückter Parkvorgang und die anschließende Fahrerflucht haben einem Autofahrer nun eine Verurteilung wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort eingebracht.

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Rinteln. Der Rintelner (64), der auf einem Parkplatz in der Innenstadt gegen einen BMW gestoßen und danach einfach davongefahren war, muss für das Vergehen eine Geldstrafe von 750 Euro zahlen. Mit dem Urteil blieb Richter Christian Rost unter dem Antrag der Vertreterin der Staatsanwaltschaft, die neben einer höheren Geldstrafe (1050 Euro) ein zweimonatiges Fahrverbot gefordert hatte.

 Im Dezember vorigen Jahres fuhr der Angeklagte mit einem geliehenen Pkw auf einen Parkplatz und wollte das Auto dort abstellen. Er steuerte den Wagen in eine Parklücke, die ihm dann aber zu eng erschien. Deshalb fuhr er noch einmal zurück und beabsichtigte, das Auto umzuparken. Dabei stieß er gegen die Stoßstange und den Kotflügel eines BMWs. Es entstanden ein paar Kratzer, der Schaden wurde mit knapp 700 Euro beziffert. Eine Zeugin, die ihren Wagen gerade in der Nähe parkte und ausstieg, hörte ein lautes Kratzen und wurde so auf den Unfall aufmerksam. Sie sah dann, wie der Angeklagte den Wagen umparkte und dort einfach stehen blieb. Die Frau wollte einen Zettel an den BMW klemmen, als ein Bekannter von ihr dazukam. Sie bat ihn, ihr sein Handy zu geben, und rief die Polizei an. Währenddessen blieb der Angeklagte weiter an seinem Wagen stehen und guckte in Richtung der beiden Zeugen. Nach einer Weile fuhr er davon.

 „Ich habe nicht gemerkt, dass ich das Auto berührt habe“, sagte der 64-Jährige vor Gericht. Er bestritt den Vorfall, meinte auch, dass die Schäden an den beiden Fahrzeugen nicht zueinanderpassen würden. Dagegen stand sowohl für den Vorsitzenden Richter als auch für die Vertreterin der Staatsanwaltschaft fest: Der Rintelner habe mitbekommen, dass er gegen den BMW gefahren sei. maf

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