Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
Nicht so groß – aber so schön wie in Mexiko

Rinteln / Herbstmesse Nicht so groß – aber so schön wie in Mexiko

„So soll es sein“, kommentierte ein zufriedener Marktleiter Daniel Jakschik gestern Nachmittag das rege Treiben bei der Rintelner Herbstmesse, wo sich die Besucher aus nah und fern dicht an dicht durch die Innenstadt drängten.

Voriger Artikel
Spätes Comeback?
Nächster Artikel
Der singende Bäcker fliegt noch einmal

Rinteln. „Die Besucherzahlen sind unterm Schnitt super“, so Marktleiter Jakschik. Und wie gefällt es den Besuchern auf der Herbstmesse? Unsere Zeitung hat sich unter den Messegängern umgehört.

 Hanna Gunjaca aus Bückeburg steigt gerade aus dem wohl spektakulärsten Karussell, dem „Rocket“ – etwas früher als geplant. „Ich hatte etwas Angst, weil ich den Halterungen nicht traute“, erklärt sie, weshalb sie den Karussellbetreibern das Zeichen gab, nicht bis zum schwindelerregenden Ende mitfahren zu wollen. Gunjaca zeigt ihrem Besuch aus Kiel beziehungsweise Mexiko, der Familie Enriquez die Rintelner Herbstmesse – und die ist ganz begeistert. Auch wenn die Kirmes in Mexiko um einiges größer seien. „Aber in Rinteln ist es auch sehr schön“; findet Enriquez junior aus Kiel. Und für seine Eltern seien insbesondere die für sie fremden Gerichte, die es auf der Messe gibt, interessant, sagt er, bevor die Gruppe zum Glühweinstand weiterzieht.

 Einen ähnlichen Eindruck hat Christoph Kröger aus dem Auetal. Aus Werne im Ruhrgebiet stammend, vergleicht er die Rintelner Messe mit dem dortigen „Sim-Jü“, dem Simon-Juda-Markt, der das älteste und größte Volksfest an der Lippe darstellt. „Von daher bin ich etwas verwöhnt, aber andererseits erwartet man hier so etwas ja auch nicht“, sagt er. Gemeinsam mit seiner Freundin Laura Harmening aus Obernkirchen besucht er die Rintelner Messe jedes Jahr vor allem wegen der Leckereien, wie Champignons und Schokobananen. Das reize sie weit mehr als die bunten Karussells.

 Auch Christopher Rose und Christian von Birgelen aus dem Extertal kommen Jahr für Jahr hauptsächlich wegen des Essens zur Herbstmesse. „Zum Karussellfahren sind wir schon zu alt“, sagt der noch gar nicht so alt aussehende von Birgelen.

 Jacqueline Blaesius aus Bückeburg nimmt jede Kirmes mit: ob in ihrer Heimatstadt, in Stadthagen oder in Rinteln. Dieses Mal ist sie mit ihrer dreijährigen Tochter Mia und Freundin Swantje Symalla aus Obernkirchen in der Weserstadt. Auch sie fahren kein Karussell: „Das überlassen wir den Kindern“, sagen sie lachend, während sie sich zufrieden mit einem Heißgetränk aufwärmen.

 Zwar nicht aus Mexiko, aber immerhin aus Bremen ist Marcel Skoruppa mit Tochter Franziska (7) angereist. „Extra für die Messe“, betont der gebürtige Rintelner augenzwinkernd. Mit seinen Rintelner Freunden Marion und Ingo Waltemathe hat er sich auf der Messe verabredet und freut sich über das bunte Angebot. Was besser sein könnte? „Das Wetter“, sagt Ingo Waltemathe schmunzelnd, während es gerade etwas zu nieseln beginnt. „Aber das ist ja jedes Jahr das Gleiche.“

 Marcel Skoruppa hat auch einen Verbesserungsvorschlag. „Auf dem Bremer Freimarkt gibt es immer auch viele Zelte mit Party und toller Stimmung. Das wäre doch auch für Rinteln eine gute Idee“, findet er.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Die „Schlossklause“, die ehemalige Gaststätte an der Arensburg, fiel vermutlich Brandstiftung zum Opfer... mehr