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Nicht um jeden Preis

Rintelner Bauhof soll umziehen Nicht um jeden Preis

Die von der Stadtverwaltung geplanten Investitionsarbeiten am Bauhof in Höhe von rund einer halben Million Euro stehen auf der Kippe. In der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Bau und Stadtentwicklung am Mittwochabend wurden Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Vorhabens laut.

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Durch die Verbindungsstraße Nord befindet sich der Bauhof nun in exponierter Lage. Ausschussmitglied Kay Steding sähe daher lieber einen Gewerbebetrieb an Ort und Stelle des Bauhofes.

Quelle: tol

Rinteln. Kern der zuvorderst von Ausschussmitglied Kay Steding (CDU) vorgetragenen Kritik: Der Standort Im Emerten sei für den Bauhof ungeeignet. Durch die Verbindungsstraße Nord befinde sich der Bauhof nun in exponierter Lage, böte einen unattraktiven Anblick und wäre für einen Gewerbebetrieb weit besser geeignet. Ferner sei das Gelände zu klein, künftige Erweiterungen seien dort nicht möglich. Vor diesem Hintergrund dort noch eine halbe Million Euro zu investieren, sei „Schwachsinn“. Stattdessen solle der bereits begonnene Bau der Salzlagerhalle gestoppt und ein Umzug des Bauhofs in Betracht gezogen werden, vorzugsweise ins Industriegebiet Süd. Im Emerten solle bloß noch die Schotterung vorgenommen werden respektive das, was nötig ist, um den Betriebsablauf zu gewährleisten. Heinz-Jürgen Requardt (CDU) befand sowohl den jetzigen Standort des Bauhofs als auch die geplante Investition für „nicht zukunftsorientiert“.

 „Erschrocken“ zeigte sich auch das grüne Ausschussmitglied Christoph Ochs. Er habe sich den Bauhof vor der Ausschusssitzung noch von Bauhofleiter Klaus-Ulrich Hartmann zeigen lassen und ihn dabei für „ziemlich kaputt“ befunden. Deshalb habe auch er Zweifel am Sinn der geplanten 500000-Euro-Investition.

 Karl Lange (SPD) hält die Idee, den Standort Im Emerten im geplanten Umfang zu überholen, ebenfalls für zu „kurzfristig“ gedacht. Stattdessen möge die Verwaltung prüfen, was ein Umzug kosten würde. Umzug hieße de facto: Neubau.

 Klaus Wissmann (SPD) begrüßte Stedings Vorschlag „prinzipiell“ und schätzte einen Neubau auf anderthalb bis zwei Millionen Euro. „Da können Sie aber noch ordentlich was zulegen“, warf Andreas Wendt als Vertreter der Stadtverwaltung daraufhin ein.

 „Sehr erstaunt“ über die Investitionssumme gab sich Gerlinde Göldner-Dorka (SPD), da bereits in jüngerer Vergangenheit „schon viel Geld investiert“ worden sei. Daher befürwortete auch sie grundsätzlich einen Umzug beziehungsweise Neubau an anderer Stelle.

 Reinhold Kölling (SPD) verwies allerdings darauf, dass es „utopisch“ sei, den Bauhof innerhalb von ein, zwei, drei Jahren auszulagern“. Deshalb schlug er vor, zumindest eine Befestigung des jetzigen Bauhofgeländes zu beschließen.

 Wendt merkte an, dass der Stadt derzeit keine „ausreichend großen Flächen“ im Industriegebiet Süd zur Verfügung stünden. Diese müssten folglich erst erworben werden – was zusätzliche Kosten zu Umzug und Neubau bedeuten würde.

 Unklar blieb darüber hinaus, was ein Verkauf des Geländes des jetzigen Standorts einbringen würde.

 Letztlich beschloss der Ausschuss daher vorerst eine Besichtigung des Bauhofs am Mittwoch, 16. September, ab 18 Uhr. Darüber hinaus solle die Stadtverwaltung in Erfahrung bringen, wie viel Geld in der Vergangenheit in den Bauhof Im Emerten investiert worden ist und was ein Umzug beziehungsweise Neubau kosten könnte. Erst dann wolle man eine endgültige Entscheidung treffen.  pk

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