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Nitrat in Rinteln kein Problem

Trinkwasser nicht gefährdet Nitrat in Rinteln kein Problem

„Wir haben hier kein Gülleproblem, keinen Ärger mit den Landwirten, damit auch kein Nitratproblem“, betont Jürgen Peterson. Die Landwirte, die in Trinkwassergewinnungsgebieten Flächen bewirtschaften würden, kooperierten seit Jahren mit den Stadtwerken,so der Geschäftsführer der Stadtwerke Rinteln.

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Quelle: dpa

Rinteln.  Dazu gehöre auch der Verzicht auf den Einsatz bestimmter Wirtschaftsdünger, maßvolle oder gar keine Ausbringung von Gülle, eine „gewässerschonende“ Fruchtfolge und der Einsatz von begrünenden Zwischenfrüchten.

 Für die Stadtwerke heißt das: Die Nitratwerte in den Trinkwasserbrunnen liegen konstant zwischen zehn und elf Milligramm je Liter und sind damit vom Grenzwert (50 Milligramm/Liter) weit entfernt.

 Das in den Wassergebieten Engern, Ahe, Kohlenstädt und Großenwieden geförderte Trinkwasser (der Schaumburger Trinkwasser Verbund- und Aufbereitungsgesellschaft mbH, ein Gemeinschaftsunternehmen der Stadtwerke Rinteln und der Stadtwerke Schaumburg-Lippe) weist Nitratwerte im Schnitt von unter 30 Milligramm je Liter aus. (Prüfberichte kann man im Internet auf der Homepage der Stadtwerke nachlesen).

 Eine teure Aufbereitung des Trinkwassers, wie es in etlichen Regionen in Deutschland diskutiert wird, sei in Rinteln zum Glück kein Thema, damit auch keine Erhöhung der Trinkwasserpreise, versicherte Peterson.

Keine Gefahr für das Trinkwasser

Thomas Sewald, technischer Leiter der Stadtwerke, sieht auch bei Glyphosat keine Gefahr für das Trinkwasser: Glyphosat sei teuer. Landwirte werden das Mittel schon aus wirtschaftlichen Gründen sparsam einsetzen.

 Wie groß ist das Risiko bei einem Ölunfall? „Gering“, sagt Sewald. Die Trinkwasserbrunnen seien so weit in der Landschaft verteilt, dass ein örtlich begrenzter Unfall die Trinkwasserversorgung in Rinteln nicht gefährden würde. Und wie sieht es mit Legionellen aus, so benannt nach den Legionären der französischen Fremdenlegion, weil bei ihnen zum ersten Mal die Lungenkrankheit attestiert worden ist, an der 2013 in Warstein 160 Menschen erkrankten? Schuld daran seien nicht die Stadtwerke, erläutert Sewald, denn am hauseigenen Wasserzähler komme sauberes Wasser an. Das werde erst im Gebäude kontaminiert durch einen Film aus Bakterien, Pilzen und Algen, der sich ablagern könnte, wenn lange Zeit kein Wasser durch die Leitung fließe. Sein Tipp: Vor allem nach längerer Abwesenheit sollte man das Wasser einige Zeit laufen lassen. wm

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