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Noch eine Baustelle?

Neue Fahrbahn Noch eine Baustelle?

Gebaggert wird derzeit am letzten noch nicht sanierten Teilstück des Ostpreußenwegs in der Nordstadt. Auch an anderen Stellen saniert die Stadt Fahrbahn und Kanäle.

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Saniert wird derzeit der letzte Abschnitt des Ostpreußenwegs in der Nordstadt zwischen Bahnhofstraße und Bahnhofsallee. Dort lädt ein Lastwagen Schotter zur Erneuerung des Straßenunterbaus ab.

Quelle: jan

Rinteln. Die Einfahrt ist sowohl von der Bahnhofstraße aus als auch von der Bahnhofsallee nicht möglich. Wie Bauleiter Uwe Quindt vom Bauamt der Stadt Rinteln auf Anfrage mitteilt, wird das Stück Straße im Vollausbau saniert. Das bedeutet, dass auch der gesamte Unterbau erneuert wird. Kanäle und Leitungen liegen dort nicht. Das Regenwasser wird über Sickerschächte zur Bahnhofstraße hin abgeleitet. Die Anschlüsse des Dänischen Bettenlagers, dessen Rückseite zum Ostpreußenweg weist, liegen an der Bahnhofstraße, das Gebäude von Raumausstatter Thomas Spork ist an die Bahnhofsallee angeschlossen. Beide Geschäfte sind trotz der Bauarbeiten erreichbar. Bis die Asphaltdeckschicht aufgetragen werden kann, werden noch einige Tage vergehen. Aber selbst nach der Fertigstellung wird dieses Teilstück für den Verkehr gesperrt bleiben. Es wird als Lagerplatz für Material und Maschinen benötigt, sobald – nach der Schraderstraße – die Sanierungsarbeiten an der nahe gelegenen nördlichen Krönerstraße beginnen. Dies soll laut Quindt am morgigen Dienstagnachmittag sein.

2016 wird wohl nicht nur als Jahr des 777. Geburtstags der Stadt Rinteln in Erinnerung bleiben, sondern auch als Jahr der Straßenbaustellen. Von der Dauerbaustelle Todenmann einmal abgesehen, wird immer irgendwo gebuddelt, abgefräst und neu asphaltiert. Verkehrsbehinderungen, Staus und Umleitungen gehören dazu, Ärger und geplagte Nerven auch. Doch wer Baustaub, Lärm und Warterei einmal ausgehalten hat, darf sich am Ende über glatte Fahrbahnen und stolperfallenfreie Geh- und Radwege freuen.

Außer dem Großprojekt im Kirschendorf und der Sanierung der B238 zwischen Rinteln Nord und Möllenbeck im Sommer gab und gibt es vergleichsweise kleine, eher unauffällige oder fast versteckte Straßenbauvorhaben, von denen das Gros der Bürger kaum etwas mitbekommt.

Neue Deckschicht am Zugang zum Doktorsee

So hat die Stadt kürzlich ein 250 Meter langes kaputt gefahrenes Teilstück der Straße Am Doktorsee auf voller Breite sanieren lassen. Dabei wurde vom Haupteingang des Doktorsee-Geländes aus einfach die marode Asphaltdeckschicht abgefräst und erneuert. Warum nur dieses kurze Stück, wo doch der lange Rest der Straße, die am Ende auf den Verbindungsweg zwischen Möllenbeck und Eisbergen stößt, noch kaputter ist, als es die jetzt schick gemachten Meter zuvor waren? „Dafür ist kein Geld mehr da gewesen“, sagt Quindt. „Wir werden aber versuchen, nach und nach alles zu erneuern.“ Vor kommendem Jahr wird daraus allerdings nichts – und dann auch wieder nur Stück für Stück.

Schön schwarz sieht seit Kurzem der Kurvenbereich des Verbindungswegs zwischen Möllenbeck (Am Kloster) und Eisbergen (Aue) aus. Auf 450 Metern Länge hat die Stadt den rechten Fahrstreifen in Fahrtrichtung Eisbergen in Höhe Ellerburg erneuern lassen. Der Weg, der sich dort zwischen abgeernteten Äckern und Maisfeldern durch die Landschaft schlängelt, war nach Auskunft von Quindt an der Kante zum Seitenstreifen streckenweise so stark abgebrochen, dass der Höhenunterschied zwischen Fahrbahn und Gelände zum Teil 30 Zentimeter betrug. Wer da verkehrsbedingt ausweichen musste, begab sich schon in Gefahr. Die noch nicht sanierten 350 Meter bis Möllenbeck sollen laut Quindt im kommenden Jahr oder 2018 in Angriff genommen werden, je nach Kassenlage. Der linke Fahrstreifen (Fahrtrichtung Eisbergen) ist nach Auskunft des Bauleiters in Ordnung.

 Kanal von Misch- auf Trennsystem umgestellt

Eine nagelneue Straße haben die Anwohner des Kehlbrinks in Steinbergen in diesem Sommer bekommen – und sie haben keinen Pfennig dazu bezahlt. Grit Seemann, Technische Leiterin des Abwasserbetriebs der Stadt Rinteln, erklärt im Gespräch mit dieser Zeitung, warum. „Wir haben den Kanal in der Straße Am Kehlbrink zwischen der Rintelner Straße und der Hirschkuppe von Misch- auf Trennsystem umgestellt.“ Der alte Mischwasserkanal, der – wie der Name schon sagt – sowohl Schmutzwasser aus den Haushalten als auch Regenwasser aufnahm, war einer der letzten seiner Art in Steinbergen. Im kommenden Jahr sollen noch die alten Kanäle an der Hirschkuppe und am Sonnenbrink verschwinden. Seemann: „Die Betonkanäle sind abgängig. Wie auch im Kehlbrink werden sie ausgebaut und durch neue Kunststoffleitungen ersetzt.“ Für Schmutzwasser werden dabei PE-Rohre (Polyethylen) und für Regenwasser PVC-Leitungen (Polyvinylchlorid) verwendet. Weil nun die Straße schon einmal aufgebuddelt war, konnten die Stadtwerke Umverlege-Arbeiten von Versorgungsleitungen vornehmen, und das Ganze mündete in einem Vollausbau, bei dem am Ende gleich noch eine neue Asphaltdecke für die Fahrbahn und eine neue Gosse drin waren. Die in Rinteln übliche Beteiligung der Anwohner an den Kosten blieb den Kehlbrink-Leuten erspart. Bezahlt hat alles der Abwasserbetrieb. „Wir waren während der gesamten Bauphase bestrebt, insbesondere was die Hausanschlüsse anbetrifft, mit den Bürgern gemeinsam die anstehenden Fragen zu klären, sowohl in der Baubesprechung als auch vor der Haustür“, so Seemann. Das Projekt sei wegen der vorhandenen Verhältnisse zwar zeitintensiv gewesen, ihr seien jedoch keine großen Beschwerden zu Ohren gekommen. Seemann: „Ich richte meinen Dank an alle Bürger, dass wir immer eine gute Abstimmung erreichen konnten.“

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