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Noch mehr Leerstand im Zentrum

Exner verlässt Marktplatz Noch mehr Leerstand im Zentrum

Das Tabakwarengeschäft Exner verlässt seinen angestammten Platz am Marktplatz und zieht im Juni an den Kirchplatz um. Damit steht dann schon das zweite Geschäft in Rintelns „Wohnstube“ leer. Ende vergangenen Jahres hatte das Modegeschäft Jakobs nach Jahrzehnten für immer seine Türen geschlossen.

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Leerstand in der guten Stube: Nach Jakobs verlässt ab Juni auch das Tabakgeschäft Exner den Rintelner Marktplatz.

Quelle: tol

Rinteln. Beide Läden liegen direkt nebeneinander, kein besonders aufmunternder Anblick. Nachmieter scheinen noch nicht in Sicht zu sein.

Gerüchte, das Tabakgeschäft sei wegen der hohen Miete gekündigt worden, wehrt Hausbesitzer Dieter Wilharm ab. „Ich bin durchaus verhandlungsbereit“, sagt er. „Aber weder Frau Exner noch der Tabakfilialist Niemeyer als Hauptmieter haben mit mir über eine mögliche Vertragsverlängerung gesprochen.“ Sie hätten den alten Mietvertrag einfach auslaufen lassen. Kerstin Exner will sich zu den Gründen nicht äußern, doch Tatsache ist, dass die Miete des neuen Geschäfts am Kirchplatz sehr viel niedriger liegt als die Marktplatz-Miete.

Ernst zu nehmende Nachmieter habe er bisher für keinen seiner beiden Läden gefunden. „Ich lasse es drauf ankommen“, sagt er. „Ich bin zwar kompromissbereit, was die Mietzahlungen betrifft, aber zu verschenken habe ich nichts.“

Filialisten schätzen die Gegebenheiten am Marktplatz nicht

Auch Augenoptikermeister Stefan Bertram würde seine ehemaligen Geschäftsräume am Marktplatz 2 gern vermieten. Ebenso wie Wilharm berichtet er von eher abwegigen Angeboten, die für ihn nicht infrage gekommen seien. So nutzt er die Räume als zusätzliches Untersuchungszimmer und für die Lagerung. „Ich warte auf einen soliden Mieter und nehme dabei die dem Mietspiegel entsprechende Miete“, sagt er. „Das Problem ist: Gerade Filialisten, die am ehesten Geschäftsräume anmieten, können mit den Marktplatz-Gegebenheiten nicht sehr viel anfangen. Sie wollen ebenerdige, möglichst quadratische Räume, und dazu auch noch eine größere Stadt.“ Kerstin Exner zeigt sich optimistisch über ihren Umzug an den Kirchplatz 11, in das jetzige Modegeschäft „Jule Mode“, das dafür Ende Mai zumacht. „Meine Kundschaft wird mich trotzdem finden.“ Den Geschäftsleuten am Kirchplatz kann das nur recht sein. Tabak, Zeitschriften und Lotto-Spiel werden zusätzliche Passanten an ihren Läden vorbeiführen. Dem Marktplatz aber tut der Leerstand nicht gut.

Aus dem Stadtmarketingverein „Pro Rinteln“ heißt es, es habe schon Beschwerden über unschön leer stehende Geschäftsräume in der Innenstadt gegeben. Pro Rinteln hat bereits Vorschläge weitergeleitet für solche Leerstands-Fälle. Stefan Bertram etwa hat sein Schaufenster ansprechend eingerichtet, im Modehaus Beckmann stellen andere aus, und Künstler zeigen Interesse, Schaufenster für Ausstellungen zu nutzen. cok

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