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Notfalls fährt der Schulleiter selbst

Klassenfahrten Thema in Rinteln Notfalls fährt der Schulleiter selbst

Verständnis habe er schon, sagt Ernestinum-Schulleiter Reinhold Lüthen, für Kollegen die eine Klassenfahrt nicht begleiten möchten. Das sei eine individuelle Entscheidung jedes einzelnen Lehrers.

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Reinhold Lüthen.

Quelle: jak

Rinteln. Aber: „Unsere Fahrten finden statt.“ Damit zählt das Ernestinum zu nur 25 Prozent der niedersächsischen Gymnasien, die weiterhin alle Klassenfahrten anbieten wollen, wie eine Umfrage des NDR-Regionalmagazins „Hallo Niedersachsen“ unter den niedersächsischen Gymnasien ergab.

Mehrere Tausend Schüler haben kürzlich in Hannover gegen den Boykott von Klassenfahrten durch ihre Lehrer protestiert. Diese proben niedersachsenweit den Aufstand, seit ihnen mit dem Schuljahr 2014/2015 eine zusätzliche Unterrichtsstunde pro Woche aufgebürdet wurde.

Keinem Kollegen könne vorgeschrieben werden, auf Klassenfahrt zu fahren, findet Lüthen. Das wolle er auch gar nicht, betont der Schulleiter. „Es gibt private Gründe dagegen, aber auch wenn jemand schon drei Klassenfahrten gemacht hat, verstehe ich das.“ Und im Notfall, dann fahre er eben selber mit. So wie kommende Woche bei der Fahrt nach Berlin mit der gesamten zehnten Stufe.

Auch in diesem Fall habe die Klassenlehrerin bereits andere Fahrten auf dem Plan gehabt. In so einem Fall springe eben ein Kollege ein, und im Zweifelsfall der Schulleiter selber. „Die Schulleitung will, dass alle Fahrten stattfinden.“

Wie die Personalversammlung in ihrem nächsten Gremium weiter mit dem Thema umgehen werde, könne er noch nicht sagen. Aber auch diese Beschlüsse sind nicht bindend, erklärt Reinhold Lüthen und kommt zurück auf jenen Satz, den er im gestrigen Gespräch mit unserer Zeitung häufig sagt: „Es bleibt eine individuelle Entscheidung.“

Froh ist er trotzdem, dass das Kollegium die Klassenfahrten überwiegend mitträgt. Für dieses Jahr seien bereits zahlreiche Klassen- und Studienfahrten geplant, auch ein neuer Schüleraustausch in den Vereinigten Staaten sei bereits angebahnt.

Auch die befürchteten finanziellen Probleme wegen des Verbots von Freiplätzen für Lehrer Klassenfahrten. Vor allem bei Fahrten ins Ausland sei das eine erhebliche Mehrbelastung. Aber man habe Einsparungsmöglichkeiten gefunden, sagt Lüthen. Zum Beispiel, indem man jetzt mit größeren Gruppen zusammen fahre, wodurch sich Geld sparen lasse. jak

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