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Nur 363 Flüchtlinge leben in Rinteln

Auf dem letzten Platz Nur 363 Flüchtlinge leben in Rinteln

Gerade einmal 363 Asylbewerber leben nach letzten Erhebungen in der Weserstadt. Das sind 1,4 Prozent der Gesamtbevölkerung. Im Vergleich mit den anderen Städten im Landkreis liegt Rinteln damit auf dem letzten Platz.

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Quelle: Archiv

Rinteln. An erster Stelle liegt Stadthagen mit 2,4 Prozent, Bückeburg mit 2,2 Prozent und danach Obernkirchen mit 1,8 Prozent. „Die Gründe dafür liegen in der nahen Vergangenheit“, erklärt Kreis-Pressesprecher Klaus Heimann. In der mittlerweile geschlossenen Notunterkunft in der Prince Rupert School lebten zeitweise bis zu 600 Menschen, das habe man in den Verteilungsschlüssel durchaus miteinfließen lassen.

Keine Suche nach neuen Wohnungen

Außerdem habe der Landkreis auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise „genommen, was er kriegen konnte“. Und gerade in Stadthagen habe sich eben viel Wohnraum angeboten. Derzeit sucht der Landkreis nicht nach neuen Wohnungen, möchte aber am Konzept der dezentralen Unterbringung festhalten. „Gerade die Gemeinschaftsunterkünfte wollen wir schrittweise entlasten“, so Heimann.

Es sei aber nicht geplant, jetzt unbedingt mehr Flüchtlinge nach Rinteln zuzuweisen. „Die Stadt liegt im Rahmen der ausgemachten Quote von 1,5 Prozent“, so Heimann. Trotzdem wolle man natürlich eine gewisse Verteilungsgerechtigkeit erreichen.

Insgesamt leben im Kreis 2423 Flüchtlinge (1,5 Prozent der Gesamtbevölkerung), die Geld nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bekommen. Der Landkreis Schaumburg bekommt als Pauschale pro Person derzeit 10000 Euro pro Jahr vom Land Niedersachsen. „Das deckt unsere Kosten aber natürlich nicht zur Gänze.“ Derzeit sei der Landkreis dabei, die Kosten zu erheben, die durch die Flüchtlinge entstehen. „Da ist aber vieles im Fluss.“ Die Unterbringung und Versorgung sei zwar eine Zusatzbelastung gewesen, „aber sie hat den Haushalt nicht gesprengt“.

59 Prozent sind unter 25 Jahre alt

Im Landkreis leben 1383 männliche und 1040 weibliche Flüchtlinge. 59 Prozent sind unter 25 Jahre alt, darunter befinden sich auch 427 Kinder unter sechs Jahren. Zusätzlich zu den vom Landkreis präsentierten Zahlen kommen noch etwa 500 Flüchtlinge, die einen positiven Asylbescheid bekommen haben und ihr Geld vom Jobcenter beziehen. Hier muss der Landkreis aber weiterhin die Kosten für die Unterbringung zum größten Teil tragen.

„Von Routine kann man nicht sprechen“, sagt Heimann, „aber eine gewisse Ruhe ist eingetreten.“ Nach wie vor sei das Personal knapp, es kommen ständig Aufgaben dazu. Jetzt ginge es darum, die Wohnraum-Situation und die Integration zu verbessern. „Und das ist natürlich auch nicht kostenlos.“ jak

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