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Nur das Wasserzeichen ist etwas verrutscht

Rinteln / Falschgeld Nur das Wasserzeichen ist etwas verrutscht

Böse Überraschung für Ulrich Wolllmann, Chef der Esso-Tankstelle und Servicewerkstatt an der Rintelner Seetorstraße: Die Sparkasse entdeckte unter seinen Bareinzahlungen einen gefälschten 50-Euro-Schein.

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Falscher Fuffziger: Mit der Lupe allein erkennt man ihn nicht.

Rinteln. Obwohl an der Tankstelle Scheine von den Mitarbeitern geprüft werden, war niemandem der falsche Fünfziger aufgefallen.

 Für ihn verständlich, sagt Wollmann, denn dieser Schein sei fast perfekt gefälscht gewesen. Davon habe er sich selbst in der Sparkasse überzeugen können. Lediglich das Wasserzeichen war den Fälschern etwas verrutscht. Die Kriminalpolizei wurde eingeschaltet.

 Werner Nickel, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit bei der Sparkasse, bestätigte den Vorfall. Der Schein sei von der Zählmaschine aussortiert worden. Diese verfügt allerdings über eine Technik, um Falschgeld sicher zu erkennen, die Gewerbetreibenden so nicht zur Verfügung steht. Die behelfen sich mit Schwarzlichtlampen, mit denen man Fälschungen entdecken kann, aber eben nicht alle. Die 50 Euro muss Wollmann als Verlust abbuchen. Falschgeld, betonte Nickel, werde nicht ersetzt.

 Anders sei das in einem Fall von Onlinekriminalität, wenn ein Kunde Opfer eines Hackers geworden sei: „Hat der Kunde alles richtig gemacht, sich korrekt verhalten, nicht fahrlässig“, habe er große Chancen, dass ihm sein Schaden ersetzt werde.

 Für Kriminalhauptkommissarin Gabriela Mielke, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit bei der Polizeiinspektion Nienburg-Schaumburg, ist die aktuelle Falschgeldentdeckung kein Einzelfall. Erst in der vergangenen Woche wurde in Rinteln ein falscher Zehn-Euro-Schein entdeckt. Insgesamt sei im Landkreis Schaumburg in diesem Jahr bisher 72-mal Falschgeld aus dem Verkehr gezogen worden. Doppelt so viel wie im Vorjahr. Am häufigsten würden 20-, Zehn- und 50-Euro-Scheine gefälscht, eben die Scheine, die am meisten im Gebrauch sind.

 Offensichtlich suchen sich dabei die Täter Tankstellen und Einzelhandelsgeschäfte aus, um die Blüten in Umlauf zu bringen. Was nach den Erfahrungen der Polizei den Tätern am häufigsten in die Hände spielt, seien Zeitnot und Leichtgläubigkeit der Opfer.

 Mielke empfiehlt: Scheine ansehen, fühlen, kippen. Auf der Vorderseite müsse man die erhabenen Teile des Druckbildes fühlen. Das Wasserzeichen lasse sich im unbedruckten Bereich in der Durchsicht erkennen. Die Hologrammelemente veränderten sich beim Kippen der Banknote. Auf der Rückseite könne der Farbwechsel der rechten Wertzahl (ab 50 Euro) beim Kippen überprüft werden. Und sie hat noch einen Tipp: „Wenn ich den Verdacht habe, eine Note könnte falsch sein, einfach mal einen richtigen Schein zum Vergleich danebenlegen, häufig sind die Fälschungen dann offenkundig.“

wm

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