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Ölspuren: Reinigung durch Privatfirmen

Rinteln / Ausschreibung Ölspuren: Reinigung durch Privatfirmen

Lastwagenunfall, Diesel und Getriebeöl laufen aus. Die Feuerwehr versucht mit Bindemitteln das Öl zu binden, ein Eindringen ins Erdreich zu verhindern. Nur die anschließende Freigabe für den Verkehr durfte sie nicht übernehmen. Und beim nächsten Regenguss kamen Ölreste aus den Poren des Asphalts und machten diesen wieder gefährlich glatt. Nun gibt es eine Lösung und Entlastung für die Brandschützer – private Firmen.

Rinteln (dil). „Bisher war das der Stand der Technik und reichte den Versicherungen“, sagt Markus Brockmann, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hameln. „Jetzt gehen wir bei Bedarf zur zusätzlichen maschinellen Reinigung der Fahrbahn durch Firmen über.“
„Wir sind froh über jede Ölspur, die die Feuerwehr nicht wegmachen muss“, sagt Stadtbrandmeister Friedel Garbe. „Die maschinelle Reinigung ist sinnvoll. Wir müssen aber weiter bei Unfällen mit Ölschaden raus zum Ersteinsatz. Die Firmen sind aber im Gegensatz zu uns auch berechtigt, die Fahrbahn nach der Reinigung wieder für den Verkehr freizugeben.“
Der Verwaltungsausschuss der Stadt Rinteln hat kürzlich beschlossen, dass die Stadt sich an einer Ausschreibung der Landesbehörde für die Vergabe des Auftrags an eine Privatfirma beteiligt. Die Stadt ist laut Brockmann nämlich in der Reinigungspflicht für alle Straßen in ihrem Gebiet. Diese Ausschreibung und Vergabe läuft noch.
„Ganz viele Firmen gibt es dafür nicht, aber schon Wettbewerb, und wir hoffen deshalb auf gute Preise“, sagt Brockmann. Erstmals seien fast alle Kommunen Schaumburgs mit im Boot, die Firmen rechnen hinterher ihre Kosten mit diesen ab. Und in der Regel ist der Schadensverursacher auch bekannt, bei dem man sich Schadensersatz holt.
„Die Versicherungen sind darüber nicht glücklich. Der Fünfziger vor Ort als Dank für die Hilfe der Feuerwehr, wie er oft die schnelle Lösung ohne Einschalten der Versicherung gewesen ist, reicht nicht mehr, und die Sicherheit muss ja auch wieder gegeben sein“, sagt Brockmann. „Notfalls muss ja sogar ein Stück Fahrbahn ausgefräst werden, wenn es zu stark vom Öl angegriffen ist. Und das kostet mehr als 50 Euro.“
Die Straßenmeistereien nutzen oft schon die Privatfirmen, nun ziehen die Kommunen nach. „Bei der auf ein Jahr befristeten Auftragsvergabe gibt es in unserem Geschäftsbereich ein Los für die Straßenmeistereien in Stadthagen und Rinteln sowie ein weiteres für Hameln und Eschershausen im Landkreis Holzminden“, erklärt Brockmann. Die maximale Anfahrtzeit für eine dieser Firmen beträgt eine Stunde nach Anruf. Nach bisherigen Erfahrungen umfasst jedes der beiden Lose Jahreskosten von etwa 80 000 Euro. In Rinteln haben wir im Durchschnitt fünf solche Einsätze pro Jahr mit Kosten von jeweils 3000 bis 5000 Euro.“

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