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Offene Garage: Einladung für Einbrecher

Rinteln / Polizei Offene Garage: Einladung für Einbrecher

Der eine oder andere Hausbesitzer könnte in den nächsten Wochen Post von der Polizei in seinem Briefkasten finden. „Es ist nichts Schlimmes, nur ein gut gemeinter Hinweis“, beruhigt Kripo-Chef Jörg Stuchlik.

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Jörg Stuchlik mit dem Info-Blatt,dasEigentümer warnensoll.

Quelle: jaj

Rinteln (jaj). Wie schon im vergangenen Herbst wollen Polizei und Präventionsrat nämlich auch in diesem Jahr wieder durch Aufklärungsarbeit dazu beitragen, dass die Zahl der Wohnungseinbrüche in der dunklen Jahreszeit nicht ansteigt – Ein Kunststück, das im vergangenen Jahr entgegen dem landesweiten Trend gelungen ist.

 Damit die Rintelner auch in diesem Winter sicher leben, setzen Polizei und Präventionsrat auf mehrere Maßnahmen. „Wir werden gemischte Sonderstreifen einsetzen“, erklärt Stuchlik. Dabei fahren Beamte aus dem Streifen- und Kriminalermittlungsdienst in unregelmäßigen Abständen in der Dämmerung Gebiete der Kernstadt, aber auch die Ortsteile und das Auetal ab. Sie halten zum einen Ausschau nach Hinweisen auf Täter, haben aber auch einen Blick auf mögliche Sicherheitslücken.

 Ein Klassiker sei beispielsweise die offene Garage, in der kein Auto steht, während das Haus gleichzeitig im Dunklen liegt. „Da weiß der potenzielle Einbrecher sofort, dass niemand zu Hause ist“, sagt Stuchlik. Sollte den Beamten an einem Haus eine Sicherheitslücke auffallen, werden die Bewohner – wenn sie nicht persönlich angetroffen werden – mit einem Merkblatt darüber informiert. Stuchlik: „Manchmal sind es Kleinigkeiten, die ein Haus für einen Täter zu einem interessanten Objekt machen.“

 Das zweite wichtige Standbein, auf das die Polizei bei ihrer Präventionsarbeit setzt, ist die Mitarbeit der Bevölkerung. Stuchlik bittet alle, die etwas Ungewöhnliches in ihrer Wohngegend entdecken, die Polizei darüber zu informieren – am besten schon, bevor etwas passiert ist. „Das gibt uns die Möglichkeit, frühzeitig einzugreifen und eine Tat zu verhindern“, so der Kripo-Chef. Dabei müsse niemand Angst haben, die Polizei anzurufen, obwohl sich das Beobachtete später gar nicht als Gefahr herausstellt. „Wenn wir 20 Mal umsonst rausgefahren sind und beim 21. Mal einen Treffer haben, ist das für uns ein guter Schnitt.“ Außerdem habe die Polizei schon ganze Serien durch Hinweise aufgeklärt, von denen es zu Beginn niemand erwartet hätte.

 „Wir möchten, dass sich die Menschen bei uns sicher fühlen“, erklärt Stuchlik das Engagement von Polizei und Präventionsrat. Denn gerade Wohnungseinbrüche seien für Betroffene psychisch oft nur schwer zu verarbeiten. Kontakt: Die Polizeistation Rinteln, Hasphurtweg 3, ist unter Telefon (05751) 95450 zuerreichen.

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