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„Ozonloch“ im Keller

Im Schwimmbad tropft Wasser von der Decke „Ozonloch“ im Keller

Einen Regenschirm braucht der Schwimmmeister noch nicht, wenn er in den Keller geht. Doch hier und da tropft Wasser von der Decke, gelblich gefärbtes Wasser, für das zwei Plastikeimer bereitstehen.

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Der bauliche Zustand des Beckens ist nach Auskunft des zuständigen Mitarbeiters aus dem Bauamt der Kreisverwaltung „okay“.

Quelle: jan

Rinteln. Aus einem Loch in der stillgelegten Ozon-Wasseraufbereitungsanlage „wächst“ künstlicher Efeu, einziger Zierrat in dem von dicken und dünnen Rohren, von Metallschränken und Schächten durchzogenen „Allerheiligsten“ des Rintelner Hallenbades, Baujahr 1977. Dort unten sorgt die Technik dafür, dass oben die Leute baden können. Noch.

75 000 bis 80 000 Besucher gehen pro Jahr durch den automatisierten Kassenbereich, dessen Technik nach Auskunft von Peer Zach, beim Landkreis zuständig für den Hallenbad-Dinosaurier, ebenso „hinüber“ ist wie die korrodierten Schränke in den Umkleiden, der rissige Fußboden und die Lüftungsanlage.

An der Lüftungsanlage hängt momentan alles: „Fällt sie aus, machen wir den Laden zu“, sagt Zach, und man merkt ihm an, dass diese Option nicht gerade ein Wunschtraum von ihm ist. „Das Rintelner Hallenbad hat seinen Charme“, fügt der Architekt hinzu.

Zwar habe die vor fast 40 Jahren als Wellenbad konzipierte Technik „nie funktioniert“, doch das deswegen mit 37,5 Meter Überlänge gebaute Schwimmbecken (normal wären 25 Meter), das sich zur inzwischen aufgegebenen Cafeteria hin weitet, verbreite durchaus so etwas wie Strandatmosphäre. Und es sei vom baulichen Zustand her okay. Die mit unzähligen Kunststoffelementen dekorierte Decke hingegen sei längst nicht mehr zeitgemäß. Zudem befinde sich die Sauna in einem desolaten Zustand, und überhaupt sei die Technik komplett abgängig.

„39 Jahre sind eben ein stolzes Alter für technische Anlagen“, weiß Zach. Bereits im Jahr 2008 wurde der Sanierungsbedarf auf vier bis fünf Millionen Euro geschätzt, gekostet hat der Neubau einst fünf Millionen Mark. „Ich habe immer auf eine Komplettsanierung gehofft“, sagt Zach, aber man habe all die Jahre immer nur das gemacht, was gerade notwendig war.

Für eine Grundsanierung fehlte einfach das Geld. Dabei liegen die Pläne dafür (Zach: „Ein Jahr Arbeit.“) fix und fertig in der Schublade – prophylaktisch, für den Fall der Fälle. Ausgenommen seien lediglich die bäderspezifischen Anlagen, also das, was im Keller steht. „Der Rohbau ist in Ordnung“, sagt Zach, die unmodernen, aber widerstandsfähigen Waschbetonwände außen rum würde er mit einem Wärmedämmverbundsystem versehen.

Und das „Ozonloch“ im Keller? „Keine Sorge, das Wasser wird inzwischen anderweitig aufbereitet.“ jan

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