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Pfandbon-Rekord für die Tafel

1662 Euro Pfandbon-Rekord für die Tafel

Leuchtende Augen bei Michaela Hinse: Weil Getränkekunden des E-Centers am Sülbecker Weg im großen Stil auf Pfandbons verzichtet haben, kann sich die „Tafel“-Koordinatorin im Gegenzug über Spenden in einer Gesamthöhe von 1662 Euro freuen.

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Spendenbons über 1662 Euro – und schon wieder sind welche im Kasten: E-Center-Inhaberin Daniela Künneke (links) freut sich mit Tafel-Koordinatorin Michaela Hinse.

Quelle: tw

Obernkirchen (tw). „Es ist einer der größten Beträge, die wir an Bons je bekommen haben“, berichtet Hinse.

 Eingetütet hat E-Center-Inhaberin Daniela Künneke die Coupons, die zwischen März und Dezember gespendet wurden. Vielleicht gibt es im Februar sogar noch Nachschlag: Dann steigt am Sülbecker Weg die Aktion „Gesund und schnell: Streetfood-Duell“, bei der der Erlös erneut einem „förderwürdigen Projekt in Obernkirchen zugute kommen soll“, so Künneke.

 Brauchen könnte es die Tafel, denn nach aller Erfahrung lässt die Spendenbereitschaft im Frühjahr stark nach. „Dann halten viele Menschen ihr Geld lieber zurück, weil sie mit Nachzahlungen rechnen“, weiß Hinse. Gleiches gilt später für die Ferienzeit.

 Dass es in Sachen Pfandbons für die Tafel diesmal so gut gelaufen ist, das führt Künneke auf das Engagement von Ehrenamtlichen des DRK-Ortsvereins zurück. Diese nämlich hatten im zurückliegenden Jahr bei einer Aktion zugunsten der Tafel im Markt Gesicht gezeigt. Mit dem Erfolg, dass viele Menschen die Tafel nun mit den „alten Bekannten“ identifizieren. Die Aktion soll in diesem Jahr wiederholt werden.

 „Die Obernkirchener wissen, dass ihre Spenden vor Ort bleiben und damit den Bedürftigen in der Bergstadt geholfen wird“, ergänzt Hinse. Auch wenn das Pfandgeld laut Satzung nur verwendet werden darf, um damit die laufenden Kosten zu decken und nicht, um damit weitere Lebensmittel zu kaufen.

 Dabei wächst die Zahl der Tafel-Kunden, die von den Ehrenamtlichen bislang zweimal die Woche an der Ausgabestelle im DRK-Gebäude am Bornemannplatz versorgt werden, stetig. „Nachdem um Weihnachten herum etwa 40 Flüchtlinge neu dazu gekommen sind, zählen wir derzeit 120 Bedarfsgemeinschaften“, sagt die Koordinatorin. Bei den besagten Flüchtlingen soll es sich mit Masse um alleinstehende junge Männer im Alter von 20 bis 25 Jahren handeln. Nun werde überlegt, die Zahl der Ausgabetage um einen weiteren auf dann drei zu erhöhen.

 Für sie alle wird bei der Tafel aktuell vor allem eines dringend benötigt: ein zentral eingerichteter Kühlraum. Der würde nämlich dazu führen, dass den Ehrenamtlichen im Sommer nicht so viele der nur kurzzeitig haltbaren Lebensmittel verderben, die sie dann wegwerfen müssen.

 Eine Bescherung der verspäteten Art hat Künneke den Bedürftigen der Tafel ebenfalls bereitet: Die Tafel hat vom Lebensmittler die Restbestände an Schoko-Nikoläusen und Weihnachtsmännern erhalten, die am Sülbecker Weg nicht mehr abgesetzt werden konnten. „Die Hälfte davon haben wir bereits verteilt“, sagt Hinse schmunzelnd.

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