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Pistole am Kopf abgedrückt

Rinteln Pistole am Kopf abgedrückt

Sieben Monate nach einer nächtlichen Auseinandersetzung vor der Diskothek „Happy Night“ ist nun der Prozess für einen Auszubildenden glimpflich zu Ende gegangen.

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Quelle: dpa

Rinteln. Wegen geringer Schuld wurde das Verfahren gegen den 21-Jährigen eingestellt. Er musste sich für den Angriff auf einen Türsteher mit einer Schreckschusspistole verantworten.

 Dem Rintelner, dem versuchte gefährliche Körperverletzung und Bedrohung zur Last gelegt wurden, hat jedoch 100 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zu überweisen.

 Bei dem nächtlichen Vorfall zog sich der alkoholisierte Angeklagte– der mit 1,3 Promille Alkohol im Blut die Straftat begangen habe – selbst einen Nasenbeinbruch zu. Er soll eine mit drei Gaspatronen geladene Schusswaffe an den Kopf einer Sicherheitskraft gehalten und dann abgedrückt haben. Ein anderer Türsteher schlug ihm die Pistole daraufhin aus der Hand.

 In einer Märznacht musste der Auszubildende das Tanzlokal verlassen, weil er nach Angaben von Zeugen mehrfach für Ärger gesorgt hatte und unangenehm aufgefallen war. Später tauchte er aber wieder vor der Diskothek auf, als zwei Menschen rangelten und das Sicherheitspersonal eingriff.

 Während des Handgemenges trat der junge Mann Zeugenaussagen zufolge von hinten an einen Türsteher heran, hielt ihm die Waffe aus einer Entfernung von maximal 30 Zentimetern an den Kopf und drückte ab. Ein Mitarbeiter hörte ein Klicken, schlug dem 21-jährigen Angeklagten die Waffe aus der Hand und ging mit ihm zu Boden.

 Eine Schülerin schilderte vor Gericht, dass der Türsteher den Angreifer mit der Faust ins Gesicht schlug, ehe der junge Mann auf dem Boden fixiert wurde. Die Polizei wurde herbeigerufen, der Auszubildende kam mit einem Nasenbeinbruch ins Krankenhaus.

 Vor Gericht relativierte der Angeklagte das Geschehen. Bei der Auseinandersetzung vor der Diskothek habe er sich eigentlich einschalten wollen, um zu helfen. Er habe in seine Tasche gegriffen, wo sich seine Schreckschusspistole befand. Diese habe er dann wohl unabsichtlich gezogen. Die Waffe sei auch gar nicht schussbereit gewesen, weil der Hebel zum entsichern der Waffe abgebrochen war. Der Alkoholkonsum in jener Nacht betrug laut Angeklagtem sieben bis acht Biere und zwei „Jägermeister“. maf

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