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Platz für Bienen

Situation in Rinteln Platz für Bienen

43 Seiten umfasst die Broschüre des Landwirtschaftsministeriums zum Thema Bienenschutz. Darin wird empfohlen, in manchen Ecken das „Unkraut“ wachsen zu lassen oder etwas anderes einzusäen als Bodendecker.

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Kreuzbandriss nach Tritt ans Knie

Eine Biene sucht an der Blüte einer Sonnenblume nach Nahrung.

Quelle: dpa

RINTELN. Über die in der Broschüre vorgestellten Konzepte und einen lokalen Aktionsplan des Naturschutzbundes (Nabu) zum Schutz der Bienen will am heutigen Mittwoch der Bauausschuss des Rintelner Rates beschließen. Die Idee ist, dem nützlichen Getier künftig mehr Raum zum Überleben in der Stadt und auf den Dörfern einzuräumen.

Den Autoren der Broschüre und des Aktionsplans ist wohl klar gewesen, dass man diesbezüglich nur mit kleinen Schritten weiterkommt. Aufklären und werben statt Konfrontation und neuer Vorschriften ist das Motto.

Ideen, was man machen könnte, um Bienen, Hummeln und anderen Insekten mehr Raum zu Überleben einzuräumen, gibt es viele: Ackerrandstreifen nicht bewirtschaften und dort Wildkräuter ansäen, Zwischenfrüchte wie Ölrettich oder Senf anbauen, Böschungen und ungenutzte Flächen nicht regelmäßig mähen, auf Brachen wachsen lassen, was dort wächst, an Zäunen einen breiten Wiesenstreifen sehen lassen, Wegraine zwischen Mai und August nicht mähen. Bei manchen Vorschlägen sind auch Interessenskonflikte programmiert. Denn nicht alle Landwirte werden begeistert sein, auf teures Ackerland zu verzichten.

Beschwerden beim Bauhof

Manche Gartenbesitzer werden auf keinen Quadratmeter ihres gepflegten Rasens verzichten wollen. Nach wie vor beschweren sich Bürger beim Bauhof, wenn sie im öffentlichen kommunalen Grün der Stadt ihrer Meinung nach „verwilderte“ Ecken entdecken.

Maria Rollinger, Vorsitzende des Nabu-Kreisverbandes, die das erste Blühstreifen-Programm in Exten mit Landwirten realisieren will, setzt auf Kooperation und Umdenken bei Landwirten und Bürgern. Das ist auch das Konzept des Nabu, der in seinem Aktionsprogramm deshalb viele Informationsangebote für Bürger aufgelistet hat.

An diesem örtlichen Aktionsplan für ein „bienenfreundliches Rinteln“ hat als Fachmann auch Klaus Koschnik, Vorsitzender des Imkervereins, mitgearbeitet. Konkret geht es in dem Aktionsprogramm unter anderem auch um eine Auflistung der Ausgleichsflächen, auf denen für Bienen etwas getan werden könnte, und um potenzielle neue Standplätze für Bienenvölker.

Die Initiative, das Thema auf die Tagesordnung des Bau- und Umweltausschusses und später des Stadtrates zu setzen, hatten die Grünen ergriffen. wm

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