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Polizei verstärkt Präventionsstreifen

Schutz vor Einbrechern Polizei verstärkt Präventionsstreifen

Man kann Einbrechern das Leben schwer machen: 44 Prozent aller Einbruchsversuche scheitern an Sicherungsmaßnahmen. Die heimische Polizei hat Einbrechern den Kampf angesagt und zur dunklen Jahreszeit ein Präventionsprogramm gestartet.

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Auf Präventionsstreife: Die Kommissarinnen Maria Miechowski und Bianka Rekemeier halten in der Straße „Die Drift“ Ausschau nach Sicherheitslücken an Häusern und Grundstücken.

Quelle: leo

RINTELN. „Wir wollen die Bürger sensibilisieren und ihnen vor Augen führen, wie schnell man selbst zum Einbruchsopfer werden kann“, sagt die Leiterin des Kriminal- und Ermittlungsdienstes in Rinteln, Hauptkommissarin Daniela Kempa.

 Die einen haben nur einen kleinen Schraubendreher dabei, die anderen benutzen einen „Kuhfuß“, also ein Brecheisen. Wenn sie um die Ecke schleichen, ist es nicht selten noch hell. Und: Die Diebe wissen genau, wo etwas zu holen ist. Sie sehen an übervollen Briefkästen, heruntergelassenen Jalousien oder am Licht, das in der Dämmerung immer zur selben Zeit angeht, ob jemand zu Hause oder im Urlaub ist. Zwischen zehn und fünfzehn Sekunden braucht ein Profi, um ein einfaches Fenster aufzuhebeln.

Einbrechern das Leben schwer machen

 Aus diesem Grund hängen die Beamten derzeit in den Innenstädten Banner mit der Aufschrift „Fenster auf Kipp? – Sichern Sie Ihr Zuhause.“ auf. „Damit wollen wir die Bürger dazu bringen, sich mehr Gedanken darüber zu machen, wie man es Einbrechern schwerer machen kann“, erklärt Kempa. Die Banner wurden von der Opferschutz-Organisation Weißer Ring in Kooperation mit der Polizei finanziert, sagt die Leiterin der Schaumburger Außenstelle des Weißen Rings, Anke Heldt. Vier Banner werden in Rinteln aufgehängt, ein weiteres in Rehren.

 Zusätzlich würden bis März verstärkt Präventionsstreifen durchgeführt, so Kempa. Das heißt: Die Beamten der sogenannten Tageswohnungseinbruch-Streifen, zeigen an neuralgischen Punkten Präsenz, achten auf Sicherheitslücken bei Wohnhäusern und machen die Bewohner auf Schwachstellen aufmerksam. Die Polizei appelliere an die Bürger, „nicht einfach nur die Tür hinter sich zu schließen, sondern auch aufzupassen, dass alle Fenster und Garagentore zu sind“. Trotz allem sei der „wachsame Nachbar“ sehr wichtig.

Aufklärungsquote von 20 Prozent

 Die Aufklärungsquote bei Einbruchsdelikten liegt in Rinteln bei 20 Prozent. 55 Einbrüche wurden gemeldet. Im direkten Vergleich zu anderen Städten wohne man in Rinteln sehr sicher, sagt Polizeihauptkommissarin Kempa. Bei den Einbruchszahlen habe die Rintelner Polizei keine Anstiege verzeichnet. „Im Gegenteil: Wir verzeichnen abnehmende Zahlen“, sagt die Leiterin des Kriminal- und Ermittlungsdienstes.

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