Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Polizeifunk abgehört, Munition gehortet

Rinteln Polizeifunk abgehört, Munition gehortet

Für Verstöße gegen das Telekommunikations- und das Waffengesetz hat ein Rintelner (32) jetzt vor Gericht eine Geldstrafe in Höhe von 1040 Euro kassiert.

Voriger Artikel
Frauen durch Reizspray verletzt
Nächster Artikel
„Keine Bauchschmerzen bei Holzbau“

Symbolbild

Quelle: DPA

RINTELN. Richter Christian Rost verhängte in der betreffenden Verhandlung gegen den Arbeitslosen 80 Tagessätze zu je 13 Euro und ahndete damit zwei Vergehen: zum einen das Abhören von Polizei- und Feuerwehrfunk mit einem sogenannten Funkscanner, zum anderen den Besitz von zwei Gaspistolen und einem Dutzend „scharfer“ Gaspatronen.

Letzteres war ihm bereits seit Februar 2010 untersagt gewesen: Damals verfügte das Polizeipräsidium Mönchengladbach nämlich, dass der heute 32-Jährige weder Waffen noch Munition besitzen dürfe. Mit dem Urteil folgte Rost dem Antrag von Staatsanwalt Timo Goldmann, der auf die vielen Voreintragungen des Angeklagten verwies.

Aufgeflogen ist der von Rechtsanwalt Marco Vogt verteidigte Mann im Sommer 2015, als Beamte seine Wohnung durchsuchten. Dabei wurde außer dem Funkscanner, den tatrelevanten Gaspistolen und den „scharfen“ Gaspatronen auch eine Magnumpatrone sichergestellt. Diese war zwar nicht mehr abschießbar, es befand sich aber noch Schießpulver darin. Diese ebenfalls „scharfe“ Munition will der 32-Jährige am Abend zuvor bei einem Spaziergang in einem Gewässer in der Innenstadt gesehen und an sich genommen haben.

Fundstücke für Dekozwecke

Er habe die Magnumpatrone eigentlich am nächsten Tag bei der Polizei abgeben wollen, berichtete der Rintelner vor Gericht. Dazu kam es aber wegen der Durchsuchung seiner Wohnung durch die Polizei dann nicht mehr.

Dieser Anklagepunkt, laut Sprengstoffgesetz ein unerlaubter Umgang mit explosionsgefährlichen Stoffen, wurde nun eingestellt: Eine Verurteilung hierfür wäre neben den beiden anderen Vorwürfen (Funkscanner, Gaspistole) allerdings auch nicht weiter ins Gewicht gefallen.

Beschlagnahmt wurden bei der Durchsuchung außerdem Dutzende von bereits abgeschossenen Gaspatronen. Diese habe er nach Silvester auf der Straße gefunden, erläuterte der 32-Jährige. Als Verwendungszweck gab der Mann an, er habe die betreffenden Projektile als Dekorationsstücke in sein Regal stellen wollen. maf

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Die „Schlossklause“, die ehemalige Gaststätte an der Arensburg, fiel vermutlich Brandstiftung zum Opfer... mehr