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Pommes gehen im Freibad immer

Am Kiosk des Rolfshäger Freibades Pommes gehen im Freibad immer

Fritten, Eis, Süßigkeiten und Kaffeespezialitäten sind die Renner im Kiosk des Rolfshäger Freibades.

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Lara (von rechts.) und Tana sind sich einige – die Pommes im Freibad-Kiosk sind lecker – und Stefan Dreyer ist immer nett.

Quelle: la

ROLFSHAGEN. „Pommes sind ganz weit vorne auf der Wunschliste der Badegäste, und zwar bei Kindern und Erwachsenen“, sagt Stefan Dreyer. Mitte Mai hatte sich der 28-jährige Rannenberger spontan bei Bürgermeister Heinz Kraschewski gemeldet und sich als Kioskbetreiber beworben (wir berichteten). Dreyer bringt beste Voraussetzungen mit, denn er hat Systemgastronom und Hotelbetriebswirt gelernt. Mitte Mai studierte er noch Landwirtschaft und wollte sich, neben dem fast abgeschlossenen Studium, etwas Geld verdienen. Aber so richtig gut läuft das Kioskgeschäft nicht.

„Ich wusste, dass ich damit nicht reich werden kann, aber es wirklich ein schwieriges Geschäft“, so Dreyer. Fast täglich stehe er von 10 bis etwa 19.30 Uhr im Kiosk parat, um die Wünsche der Gäste zu erfüllen. „An manchen Tagen habe ich abends aber nur zwei Euro in der Kasse. Dafür läuft es sonntags bei schönem Wetter sehr gut, und ich kann meist das Minus der ganzen Woche ausgleichen“, erzählt Dreyer. Er habe die „Leerlauf-Zeiten“ aber genutzt, um sein Landwirtschaftsstudium abzuschließen. „Drauf zahlen muss ich nicht, ich kann ja haushalten und rechnen.“ Er bereue es nicht, den Kiosk übernommen zu haben.

„Das macht mir eine Menge Spaß. Die Leute hier im Freibad sind nett, es gibt keine Probleme – und einige Gäste kommen wirklich nur auf ein Bier oder einen Kaffee vorbei, um mich zu unterstützen. Das ist einfach klasse.“ Auch die Mitglieder der DLRG zählen zu seinen guten Kunden. „Ich darf einfach die Zeit nicht rechnen, die ich hier investiere. Mit Einkauf und Vorbereitungen sind das etwa 300 Stunden im Monat. Ich werde mich hüten, den Stundenlohn auszurechnen“, unkt Dreyer. Allerdings habe er dafür ja auch die tollen Momente. Zum Beispiel, wenn er Kindern die wohl seit Jahrzehnten beliebten Kirschlollies schenkt und die Kleinen vor Freude überhaupt nicht wissen, wie ihnen geschieht. Oder wenn Stammgäste, ohne das Freibad zu nutzen, auf einen Kaffee oder Cappuccino vorbeikommen. „Der Cappuccino schmeckt einfach super – und ich finde es klasse, dass man hier noch Porzellantassen bekommt und keine Pappbecher“, sagte Cordula Schröder, die mit ihrer Mutter und ihren Kindern aus Bad Oeynhausen nach Rolfshagen zum Baden und Kaffeetrinken kommt. „Meine Kinder haben bei den Eheleuten Jagata das Schwimmen gelernt. Und aus Verbundenheit zu den sympathischen Schwimmmeistern kommen wir immer wieder gerne hierher.“

Die Badegäste aus dem Nachbarbundesland wundern sich immer wieder darüber, dass das Freibad in Rolfshagen nicht stärker frequentiert wird. „Es ist so schön hier, und bei 25 Grad Wassertemperatur ist es wirklich ein tolles Vergnügen, hier zu baden“, so Schröder. Die zehnjährige Lara und die neunjährige Tana aus Rolfshagen sind oft und gerne im Sonnentalbad. „Der Kiosk ist klasse, weil der Mann immer nett ist, die Pommes lecker schmecken – und außerdem ist die Freibad-Rutsche cool“, sind sich die Mädchen einig.

Dreyer wird die Badegäste in dieser Saison auf jeden Fall noch mit seinem umfangreichen Kioskangebot versorgen. Pläne für nächstes Jahr hat er aber noch nicht. „Da muss ich mal schauen, wo es beruflich hingeht“, sagt Dreyer. Wichtig sei zudem, ob seine Familie weiter mithilft, denn ohne die würde es nicht gehen.

„Wenn es am Sonntag richtig voll ist, dann bekomme ich Unterstützung von meiner Mutter, meiner Schwester und meiner Schwägerin. Sogar meine über 70-jährige Oma hat schon hier im Kiosk mitgeholfen. Das ist einfach super“, erzählt Dreyer begeistert – und klingt dabei ziemlich dankbar. la

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