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Priemer fordert Bürger zum Widerstand auf

Neujahrsempfang Priemer fordert Bürger zum Widerstand auf

Beim Neujahrsempfang der Stadt Rinteln hat Thomas Priemer vor 250 geladenen Gästen im Brückentorsaal einen gelungenen Premierenauftritt als Bürgermeister gefeiert.

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Mit einem zauberhaften Auftritt verzücken zwei Rhönradturnerinnen der VT Rinteln, Alexandra und Jacqueline Zerbst, die Gäste im Brückentorsaal.

Quelle: tol

Rinteln. Nach dem Amtsantritt im November begrüßte das neue Stadtoberhaupt zum ersten Mal erfolgreiche Sportler und engagierte Ehrenamtliche, die sich in höchstem Maße sozial, kulturell und politisch engagieren.

 „Möglichkeiten für ein ehrenamtliches Engagement gibt es viele. Sie sind mit Ihrem unterschiedlichen Wirken Beispiel für die Vielfältigkeit des Ehrenamtes, ob in der unmittelbaren Nachbarschaft oder in der Gemeinde, ob im Verein oder in der Kirche, ob in vielfältigen privaten Initiativen, in Stiftungen, Selbsthilfegruppen oder in den Wohlfahrtsverbänden und Rettungsdiensten, überall finden wir gelebte Selbstverantwortung.“ Das sei nicht selbstverständlich. „Wir alle wissen, wie ungemütlich unsere Gesellschaft ohne das Ehrenamt aussähe.“ Nahezu jeder Bereich sei von freiwilligem Tun in der Gemeinschaft geprägt, so Priemer. Bürger der Stadt fühlten sich für ihr Umfeld, für ihre Mitmenschen und für ihr Dorf verantwortlich. „Für Sie ist es ganz selbstverständlich, einen Teil der Freizeit aufzuwenden, um einer selbst gewählten Aufgabe nachzugehen – sei es Kranke zu besuchen, Kindern eine sinnvolle Freizeit zu geben, Jugendmannschaften zu trainieren oder mit der Freiwilligen Feuerwehr als Erste am Brand- und Unfallort zu sein. Sie alle sind ein Abbild dieses ehrenamtlichen Engagements“, dankte Priemer in seinen Begrüßungsworten den Gästen für ihr ehrenamtliches Tun.

 Den musikalischen Rahmen bildeten das Jugendblasorchester der Stadt Rinteln unter der Leitung von Frank Schmitz sowie das Duo Paula Tymek und Nico Feldmann. Die Tanzgarde „Wilde Funken“ vom TSV Krankenhagen sowie die VTR-Rhönradturnerinnen Alexandra und Jacqueline Zerbst unter der Leitung von Cornelia Strübe ernteten mit ihren furiosen Auftritten viel Beifall. Die Bildershow mit Fotos von Harald Scheibe und Mike van Doorn sollten die Schönheit der Stadt Rinteln widerspiegeln, so Priemer. Im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs stand die Ehrung erfolgreicher Sportler und verdienter Ehrenamtlicher (siehe Bericht unten).

 In seiner Neujahrsansprache blickte Bürgermeister Priemer noch einmal zurück auf das Erreichte im Jahr 2014. „Die Einweihung der neuen Krippe in Krankenhagen, die Einweihung des Bürgerhauses in Uchtdorf, das neue Baugebiet Bockskamp, der neu gestaltete Blumenwall, die Fertigstellung der Weserpromenade und der Bau der Verbindungsstraße Nord machen deutlich, dass wir in Rinteln auf dem richtigen Weg sind.“

 Priemer blickte aber auch in die Zukunft. Die Kindertagesstätte in Engern soll fertiggestellt werden, mit dem Bau des VTR-Gesundheitszentrums soll begonnen werden. Auf dem Plan stehen auch die Einrichtung einer Fünf-Tage-Betreuung an der Grundschule in Deckbergen, die Sanierung der Feuerwehrgerätehäuser in Möllenbeck und Todenmann, die Umsetzung der Pläne für ein gemeinsames Feuerwehrhaus für die Ortsfeuerwehren Deckbergen und Schaumburg, Vorplanungen für den Bau des Bürgerhauses in Krankenhagen – vorausgesetzt es fließen Fördermittel aus den Töpfen des Landes und der EU. Auch die Sanierung der Landesstraße durch Todenmann inklusive des Fuß- und Radweges, die Fortsetzung und den Beginn der Kanalsanierungen in Steinbergen und Todenmann sowie den Endausbau der Stükenstraße im Industriegebiet Süd sprach Priemer an. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die klassischen Unterhaltungsarbeiten der Straßen im Stadtgebiet immer stärkere Aufmerksamkeit verlangen. Es werde in den nächsten Monaten ein Konzept entworfen, nach dem die Straßenoberflächen nach Dringlichkeit Zug um Zug saniert werden sollen.

 Zurzeit wird in Berlin die Wirtschaftlichkeit einer Streckenalternative für den Güterverkehr der Bundesbahn zwischen Löhne und Elze geprüft. „Wir wollen keine Zerschneidung unserer Stadt. Eine Gütertrasse durch Rinteln darf es nicht geben“, forderte Priemer unmissverständlich. „Beteiligen Sie sich an diesem Willensbildungsprozess. Nehmen Sie an Informationsveranstaltungen und an den Kundgebungen teil und bringen Sie ihr Unverständnis durch ihre Anwesenheit und durch Unterschriftenaktionen zum Ausdruck“, gab sich Priemer kämpferisch. „Die nächsten Wochen und Monate wollen wir nutzen, um gemeinsam mit allen Anrainerkommunen ein deutliches Signal nach Berlin zu schicken.“ peb

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