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Proppevolles Programm

Tag des Sports Proppevolles Programm

Es ist nicht das Jahr für Außenveranstaltungen: Bislang hat es dieser verrückte Sommer geschafft, beinahe jedes große Event unter freiem Himmel recht trübe dastehen zu lassen. Umso schöner, dass es beim „Tag des Sports“ am Sonntag erst um 17 Uhr anfing zu schütten, als ohnehin schon offiziell Schluss war.

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Familienduell der anderen Art: Am Sonntag kann man auch Sportarten jenseits des Üblichen ausprobieren.

Quelle: tol

RINTELN. Die knapp 20 Grad und Sonnenschein wurden bei der Eröffnung am Sonntagmorgen auf der Bühne an der Burgfeldsweide in Rinteln dann auch über den Klee gelobt. „Bombenwetter“, sagte Landrat Jörg Farr. „Besser als in Nordhorn“, stellte Boris Pistorius, Minister für Inneres und Sport, in seiner Begrüßungsrede fest. Außer Rinteln richten auch Nordhorn und Salzgitter den „Tag des Sports“ aus.

Bevor Pistorius bei einem Rundgang über das weitläufige Gelände an der Burgfeldsweide, am Gymnasium und am Doktorsee zahlreiche Sportarten ausprobierte (unter anderem Bogenschießen, Tennis und Rudern), rief er in Erinnerung, wozu der „Tag des Sports“ 2014 ins Leben gerufen wurde: „Wir wollen den Sport in der Mitte der Gesellschaft verankern“, so Pistorius. „Es geht darum, dass die Besucher neue Sportarten kennenlernen, sich für Sport interessieren, auf Vereine zugehen.“

Besucheransturm bleibt aus

Ob dieses große Ziel gelungen ist, das sei vorerst dahingestellt – an den Doktorsee oder ins Hallenbad zu den Wassersportlern kamen deutlich weniger Besucher als gedacht, und auch zwischen den Angeboten auf der Burgfeldsweide wirkten die Besucher etwas verloren. Im Vorfeld ist eine solche Großveranstaltung natürlich schwer zu planen – erscheinen 1000 Besucher oder 5000?

Unbestritten ist: Die Stadt, ja der gesamte Landkreis, hat gezeigt, welche Kraft in den Sportvereinen und in der ehrenamtlichen Arbeit dahinter steckt, und vor allem: welche Vielfalt.

„Hier wird Sport zu Land, zu Wasser und in der Luft angeboten“, brachte es Landrat Jörg Farr auf den Punkt. Er habe vor drei Jahren selbst auf der Burgfeldsweide sein Sportabzeichen gemacht, erinnerte er – zusammen mit vielen anderen Menschen. „Hier pulsierte das Leben“, so Farr. „Rinteln ist die Stadt des Sports“, schwärmte Bürgermeister Thomas Priemer; über 40 Sportvereine gebe es. Die „außerordentliche Vielfalt“ lobte auch Pistorius – und wer in das proppevolle Programmheft schaute, zweifelte nicht daran, dass für jeden Besucher etwas dabei war, vom Baby-Turnen über Pilates bis Kickboxen und Barfuß-Wasserski. Auch besondere Sportarten wie Kartfahren, Autorennen, Bullrriding oder Parkour waren vertreten.

Spontaner Spendenlauf

Manch einen beflügelte dieser besondere Tag sogar: Bei den Bogenschützen oder den Trampolin-Sportlern war zu sehen, dass die Begeisterung für die Sportart schnell auch auf die jüngsten Besucher abfärbte. Die vierjährige Mia Reid probierte sich gleich an der Slackline aus – und hätte zusammen mit ihrer Familie als Neuseeländerin sicherlich auch den Preis für die weiteste Anreise gewonnen. Ralf Leske aus Petershagen war eigens nach Rinteln gereist, da er gehört hatte, dass ein Spendenlauf stattfinden würde. Den Lauf gab es dann zwar nicht, doch kurzerhand entschied er mit den Organisatoren, trotzdem zu laufen. Das Ergebnis: Nach 88 Runden – 35,2 Kilometern – kamen 100 Euro für den Kinderschutzbund zusammen, gesponsert vom Organisationsteam.

Sport bewegt, Sport verbindet – das sah man beim „Tag des Sports“ allemal. „Wenn nur ein paar Kinder eine neue Sportart ausprobieren wollen, hat sich der Tag schon gelohnt“, so Farr. Dieses Ziel dürfte erreicht worden sein. mld

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