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Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Rinteln Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Der missglückte Drogendeal am 6. Januar 2014 zwischen drei damals 14-Jährigen und zwei 22-jährigen Männern aus Rinteln und Porta Westfalica, bei dem die beiden 22-Jährigen durch Messerstiche verletzt worden sind, einer davon lebensgefährlich, wird jetzt vor dem Jugendschöffengericht unter Vorsitz von Richter Christian Rost verhandelt.

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Rinteln. Aus „jugendpädagogischen Gründen“ schloss Rost gestern auf Antrag eines der fünf Rechtsanwälte die Öffentlichkeit aus. Zwei der Angeklagten sind noch Schüler, einer ist Azubi, die beiden anderen haben einen Arbeitsplatz. Es war ein Angebot der Anwälte auch an die Staatsanwaltschaft: Sollte unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt werden würden alle „die Hosen runterlassen“, das bedeutet, sie würden uneingeschränkt aussagen. Das dürfte den Prozess, für den weitere drei Verhandlungstage terminiert worden sind, der letzte im Januar, jetzt erheblich beschleunigen.

Es war gestern eine Verhandlung mit Anlaufschwierigkeiten. Durch eine Autopanne kam einer der drei jugendlichen Angeklagten mit seiner Mutter fast eine halbe Stunde später. Dann wurde zunächst ein neuer Schöffe vereidigt, ehe die Staatsanwältin die Anklage verlesen und die von Polizei und Staatsanwaltschaft gesammelten Fakten vortrug: Einer der Jugendlichen hatte seinem Vater 49,2 Gramm Marihuana entwendet, die er nicht konsumieren, sondern für 800 Euro verkaufen wollte. Ihm assistierte ein Freund.

Der Deal sollte an dem Januar-Tag gegen 17 Uhr in der Nähe des Bahnhofes stattfinden. Die Sache lief damals aus dem Ruder, weil der Käufer nicht bezahlen wollte, es zu einer Auseinandersetzung zwischen den Jugendlichen und den jungen Männern kam, bei dem die 22-Jährigen auf einen 14-Jährigen eingeprügelt haben sollen. Einer der damals 14-Jährigen zog wohl einen „Kurzdolch“, den er mitgebracht hatte „um den Deal abzusichern“. Einer der 22-Jährigen bekam im Gerangel einen Messerstich zwischen die Rippen. Die Klinge stoppte kurz vor der Leber. Eine Verletzung, die eher unspektakulär aussieht, aber durch innere Blutungen tödlich enden kann. Den 22-Jährigen rettete eine Notoperation. Erst durch das Krankenhaus erfuhr die Polizei von dem Geschehen. Angeklagt sind gemeinschaftlicher Raub und gefährliche Körperverletzung. Wer bei dieser Auseinandersetzung warum welche Rolle gespielt hat, wer Täter, wer Opfer war, soll die Verhandlung klären. wm

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