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Radfahrer auf die Straße?

Seniorenbeirat und Behindertenbeirat Rinteln Radfahrer auf die Straße?

Die Anliegen und die Arbeitsschwerpunkte sowohl des Seniorenbeirates als auch des Behindertenbeirates der Stadt Rinteln sind zwar nicht grundsätzlich deckungsgleich, aber es gibt in vielen Bereichen gemeinsame Interessen.

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Radfahrer auf die Straße, das ist laut Beirat nicht generell die bessere Alternative. Auf der Weserbrücke fahre es sich meist sicherer auf dem kombinierten Geh- und Radweg.

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Rinteln. Deshalb wollen beide Gremien vor der Kommunalwahl am 11. September ihre Anliegen auf dem Rintelner Markt mit Infoveranstaltungen präsentieren. Das war eines der übereinstimmenden Ergebnisse der (separaten) Sitzungen der Beiräte.

Der Seniorenbeirat bereitet zurzeit eine Infobroschüre vor, die auf jeden Fall beim Auftritt auf dem Markt zur Verteilung kommen soll, kündigte dessen Vorsitzender Eckhard Strohmeier an. Ähnliches hat auch der Behindertenbeirat mit einem Einsatz auf dem Markt vor, erklärte dessen Chef Manfred Pollmann. Zur Kommunalwahl solle den Spitzenpolitikern eine Liste mit „Wahlprüfsteinen“, mit Anliegen der Behinderten, vorgelegt werden. Dazu machte er deutlich, welches Wählerpotenzial Senioren und Behinderte mit ihrem Gesamtanteil von 30 Prozent an der Bevölkerung darstellen.

Auch das Thema Barrierefreiheit betrifft beide Gruppen, wobei es der Behindertenbeirat zunächst am Beispiel des Rintelner Rathauses angehen möchte. Insgesamt seien wohl „viele Dinge nötig“, die aber in Schritten abgearbeitet werden könnten. Darunter unter anderem eine automatisch öffnende Eingangstür, behindertengerechte Toiletten, eine Verstärkerschleife für Gehörgeschädigte im Ratssaal oder mit Blindenschrift ausgestattete Wegweiser. Sehr wünschenswert sei auch ein für Rollstuhlfahrer ausgelegter Aufzug. Denn: „Hochgetragen zu werden, ist eine Demütigung.“ Die Hoffnung Pollmanns, für ein barrierefreies Rathaus Geld aus dem EU-Leader-Programm zu bekommen, musste die Demografiebeauftragte der Stadt, Linda Mundhenke, zerschlagen. Rinteln habe mehr als 10000 Einwohner, und deshalb gebe es keine Zuschüsse.

Radwegführungen werden überdacht

Gemeinsame Sichtweisen haben der Senioren- und der Behindertenbeirat in Bezug auf Änderungen der Stadt für die Nutzung der Radwege. „Die Radfahrer sollen auf die Straße gebracht werden“, schnitt Strohmeier ein Thema an, das aufgrund einiger Reibungspunkte anscheinend noch nicht ganz ausgegoren ist. Im Zuge der Konrad-Adenauer-Straße dürfe inzwischen „jeder fahren wie er will“ – wahlweise auf dem Radweg oder auf der Straße. Der Trend gehe insgesamt zur Entscheidungsfreiheit. Ausgenommen seien Kinder bis zu acht Jahren, für die die Benutzung der Radwege Pflicht sei. „Aber auf der Weserbrücke, das geht nicht“, mahnte Strohmeier. Die spezielle Verkehrssituation mit hoher Pkw-Dichte und abbiegenden Lkw mache das Befahren der Straße für Radfahrer zu gefährlich. Darum lautete seine Einschätzung: „Auf der Brücke wird sich nichts ändern.“ Radfahrer und Fußgänger müssten deshalb wie bislang aufeinander Rücksicht nehmen. Daneben sei allerdings die Beibehaltung des gegenläufigen Verkehrs auf dem kombinierten Fuß- und Radweg entlang der Hartler Straße „nicht haltbar“, und es müsse eine andere Lösung – zum Beispiel unter Einbeziehung des Doktorseeweges – gefunden werden. Die Verwaltung sei aber bereits dran am Thema und überprüfe sämtliche Radwegführungen im Stadtgebiet.

Die Stadt ist am Ball, bestätigte Pollmann während der Sitzung des Seniorenbeirates. „Wir sind auf gutem Weg.“ Unter anderem kläre die Stadt zurzeit ab, „ob Wege heruntergestuft werden müssen“. Dazu sollten weitere Ortstermine von Verwaltung und Beiräten zu mehr Sicherheit und Wohlfühlen führen. Ein Baustein dafür sei es, das Einhalten der Schrittgeschwindigkeit von sieben Stundenkilometern in einigen Innenstadtbereichen zu gewährleisten.who

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