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Rat: Einmütig gegen Bahnpläne

Rintelns Kampf gegen die Gütertrasse Rat: Einmütig gegen Bahnpläne

Einstimmig hat der Rat der Stadt Rinteln am Mittwochabend beschlossen, nach langer Untätigkeit beim Widerstand gegen die Gütertrassenpläne der Bahn auf die Überholspur zu gehen.

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Albtraum für Rinteln und Nachbarstädte: Immer mehr Güterzüge und heruntergelassene Schranken, die Nordstadt und Südstadt würden deutlich öfter getrennt sein als jetzt. tol

Quelle: tol

Von dietrich lange Rinteln. Als erster Rat an der Bahnstrecke Löhne-Elze will er das Potenzial von Gefährdungen und Folgeschäden des zweispurigen Ausbaus der Bahnstrecke analysieren lassen. Bis zum 15. Februar soll die Verwaltung die betroffenen Kreise und Nachbarkommunen mit ins Boot holen, dann aber notfalls allein sofort den Auftrag für die Analyse vergeben und das Ergebnis schnellstmöglich an Bahn und Bundespolitik weitergeben. Es eilt: Im Juni fallen die Würfel bei den Referentenentwürfen, Ende 2015 soll der Bahnbedarfsplan vom Bund beschlossen werden. 20000 Euro hat der Rat für die Analyse gestern außerplanmäßig bereitgestellt.

 Mehr als 80 Zuhörer waren im Ratskellersaal, einige mussten sogar stehen. Manche warfen in der Einwohnerfragestunde der Stadt ihre lange Untätigkeit seit der Resolution 2011 gegen den Bahnausbau und dem Beitritt zur Bürgerinitiative Transit Weserbergland vor. Manche zweifelten auch an, ob mit dem Warten bis zum 15. Februar nicht unnötig Zeit vergehe. Aber im Rat war man sich einig, nur die vier Kilometer Bahnstrecke auf Rintelner Gebiet als Analyse würden die Bahn und die Bundesregierung kaum beeindrucken. Eine Region, die mit einer Stimme spreche, sei da wesentlich besser.

 Beschlossen wurde auch, dass die Verwaltung weiter in allen politischen Gremien über die Weiterentwicklung dieses Themas informieren soll. Möglichst Ende Januar soll es schon eine öffentliche Informationsveranstaltung in Rinteln geben. Und BI-Sprecher Diethard Seemann kündigte für Ende März bereits eine große zentrale Demonstration in Rinteln an, mit Sternfahrten aus Nachbarkommunen zum Ort des Protestes.

 Bürgermeister Thomas Priemer berichtete, dass zur Erstellung des Gutachtens gut drei Monate Zeit nötig seien. Schon heute werde die Verwaltung beginnen, die Nachbarkommunen ins Boot zu holen. Dann aber nicht untätig auf Antwortschreiben warten, sondern mit einem Fachbüro bereits Art und Umfang der Analyse aus Rintelner Sicht besprechen. Am 15. Februar werde der Auftrag vergeben, und das Fachbüro lege gut vorbereitet los. Wenn die Strecke Löhne-Elze doch in den Bedarfsplan der Bahn komme, gebe es später immer noch ein Planfeststellungsverfahren, das Rinteln, so Priemer, mit allen juristischen Mitteln begleiten wolle. Die WGS warnte, der Ausbau der Strecke Löhne-Elze sei 600 Millionen Euro billiger als der von Minden nach Wunstorf und viel schneller.

 Die Stadt Porta Westfalica hat sich in ihrer jüngsten Ratssitzung ebenfalls mit dem Thema Widerstand gegen die Güterverkehrstrasse Löhne-Elze befasst. Dort wird bei zwei Personenzügen und bis zu sieben Güterzügen eine Teilung der Orte Veltheim, Lohfeld und Eisbergen befürchtet. Portas Bürgermeister Bernd Hedtmann hat laut Mindener Tageblatt bereits Kontakt mit den Nachbarkommunen Rinteln und Bad Oeynhausen wegen eines Schulterschlusses aufgenommen. Karsten Donnecker, Vorsitzender des Bezirksausschusses für Lohfeld, Veltheim und Eisbergen, kann sich nun vorstellen, warum die Bahn die Einrichtung von Bedarfshaltestellen für Veltheim und Eisbergen einseitig abgelehnt hat: wegen des geplanten Güterverkehrs auf der Trasse.

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