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„app2drive“ Registrieren, einsteigen, starten

Es geht los: Von Freitag, 18. November, an wird das Carsharing-Unternehmen „app2drive“ seine Autos in Rinteln und im Auetal bereitstellen. „Die Gespräche sind abgeschlossen, die Räte haben zugestimmt, jetzt starten wir“, freut sich Network-Manager Peter Mentzel von „app2drive“.

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Alina Held, Auszubildende bei den Stadtwerken Rinteln, „betankt“ einen Elektro-Firmenwagen an der Wallgasse mit Strom. An dieser Stelle wird demnächst ein „app2drive“-Elektroauto stehen.

Quelle: la

Rinteln . Das Unternehmen wagt den Schritt aufs Land, denn dort sieht man Potenzial für das Konzept Carsharing. Ein Auto hat fast jede Familie in der Region, und ein Zweitwagen ist immer mal wieder notwendig, um zur Arbeit zu kommen, die Einkäufe zu erledigen oder die Kinder zum Sport oder zum Musikunterricht zu bringen. Da aber selbst ein Kleinwagen Kosten in Höhe von rund 200 Euro im Monat verursacht, könnte für viele Schaumburger das Carsharing kostengünstiger sein. „app2drive“ rechnet nach Stunden und Kilometern ab und bietet unterschiedliche Tarife von „Basis“ bis „Comfort“.

Acht Autos in Rinteln

In Rinteln werden acht Autos stehen. Auf dem Rathausparkplatz haben die Stadtwerke bereits eine Stromzapfsäule aufgestellt. „Hier werden ein Elektroauto, wahrscheinlich ein Renault Zoe, und außerdem noch ein Auto mit Verbrennungsmotor stehen“, so Mentzel. Weitere Fahrzeuge werden auf dem Parkplatz Wallgasse, am Bahnhof, an der Virchowstraße am Krankenhaus und am Wilhelm-Busch-Weg stationiert.

Auch drei Ortsteile werden mit „app2drive“-Autos ausgestattet. In Steinbergen am Dorfgemeinschaftshau, in Exten am Anger und in Krankenhagen an der Silixer Straße steht dem Unternehmen jeweils ein Parkplatz zur Verfügung. Mit acht Autos ist Rinteln zunächst bestens ausgestattet. „Wir sind flexibel und reagieren sofort, wenn die Nachfrage steigt“, so Mentzel. Man habe auch für die Ortsteile die Zustimmung für jeweils zwei Parkplätze, wolle aber klein anfangen.

Auch E-Fahrzeuge sollen zum Einsatz kommen

In der Gemeinde Auetal werden Mitte November zwei „app2drive“-Fahrzeuge stationiert: in Rolfshagen im Bereich Kirchstraße/Rolfshagener Straße und in Rehren auf dem Parkplatz der Alten Molkerei. Dort werden zunächst Autos mit Verbrennungsmotor stehen, ein Fiat 500 Cabrio oder ein Peugeot 208. Allerdings sollen dort demnächst auch E-Fahrzeuge zum Einsatz kommen, es fehlen aber noch die Stromzapfsäulen. „Die Säulen sind bestellt, die genauen Standorte werden gerade besprochen. Voraussichtlich werden die Säulen noch in diesem Jahr montiert“, sagte der Technische Leiter der Stadtwerke Rinteln, Thomas Sewald, auf Anfrage.

Und wie kommt man nun zu einer Fahrt mit dem „app2drive“-Auto? „Das ist eigentlich ganz einfach“, so Mentzel. Man müsse sich im Internet bei „app2drive“ registrieren und diese Registrierung online oder im Bürgerbüro in Rinteln oder Rehren bestätigen lassen. Für die Registrierung muss eine Basisgebühr bezahlt werden. „Wer kurzfristig ein Auto buchen möchte, der bekommt im Bürgerbüro zunächst eine Pappkarte, die später gegen eine Plastikkarte mit ID-Chip ausgetauscht wird“, erklärt Mentzel. Diese Karte dient als „Autoschlüssel“. Man bucht eines der Fahrzeuge kurzfristig oder auch einige Tage im Voraus über das Smartphone oder telefonisch bei „app2drive“ und kann dann mit der Chip-Karte das Auto öffnen.

„Die Karte muss lediglich an das Lesegerät gehalten werden, das sich unten links an der Windschutzscheibe unserer Fahrzeuge befindet, schon öffnet sich das Auto, und es kann losgehen“, erklärt Mentzel.

Oneway-Fahrten sind möglich

Bezahlt werden kann übrigens per Lastschrift oder mit allen gängigen Kreditkarten. Die Tarife sollte jeder Nutzer genau studieren und den für sich besten heraussuchen. „Oneway-Fahrten, also zum Beispiel von Rolfshagen nach Rinteln zum Bahnhof, sind selbstverständlich möglich, aber zurzeit noch recht teuer. Je mehr Fahrzeuge aber in der Region im Betrieb sind, desto günstiger wird es künftig“, so Mentzel.

Zudem müsse auch das Unternehmen erst Erfahrungen mit den Tarifstrukturen sammeln. „Wir sind da aber sehr flexibel und passen uns schnell unseren Kunden an“, versprach der Network-Manager. Ein Beispiel: Im Tarif „Comfort“ zahlt man pro angefangene Stunde drei Euro, pro Kilometer 15 Cent, dazu eine monatliche Grundgebühr von 9,90 Euro. Für einige Nutzer ist das sicherlich weniger, als ein Zweitwagen kosten würde.

Junge Menschen teilen sich lieber ein Fahrzeug

In Mittel- und Großstädten funktioniert das Carsharing bereits bestens. Vor allem junge Menschen wollen sich kein eigenes Auto anschaffen, teilen sich lieber ein Fahrzeug, wenn sie es benötigen und zahlen dafür die Gebühren. „Ich finde das auch klasse“, stellt Alina Held, Auszubildende bei den Stadtwerken Rinteln, fest. Schließlich könnten sich nicht alle 18-Jährigen gleich ein eigenes Auto leisten.

Übrigens, auch in Stadthagen und Sachsenhagen wird „app2drive“ demnächst vertreten sein, und zwar mit drei Autos in der Kreisstadt und mit vier Fahrzeugen in Sachsenhagen. Derzeit führt Mentzel Gespräche mit dem Landkreis Hameln-Pyrmont.

Wer möchte, kann sich bereits jetzt unter https://app2drive.com registrieren und ab 18. November das Angebot nutzen. la

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